draußen – wohnen im schäferkarren

Hans Anthon Wagner und seine Schäferkarren-Philosophie
Ganz draußen

Mehr Natur geht kaum: Seit vielen Jahren wohnt Maler, Lithograph und Einsiedler-Poet Hans Anthon Wagner in einem restaurierten Schäferkarren am Waldrand im Schönbuch. „Wenn das Wetter gut ist, verlege ich mein Wohnzimmer im Sommer auf die große Wiese, wo mein Karren steht“, schmunzelt der Einsiedler. Von dort könne er an guten Tagen bis zu den Vogesen sehen. Fließend warmes Wasser gibt es nicht in seiner schlichten Behausung und fürs Alltägliche sammelt er Regenwasser. Sammeln muss er auch das Holz für den Ofen – Das einzige, was Hans Anthon Wagner etwas unangenehm findet. Improvisation ist also angesagt. Seine Leselampe zum Beispiel ist selbst gemacht: Mit einem Fahrradspiegel reflektiert er Kerzenlicht genau dahin, wo er es brauchen kann. Geduscht wird im Atelier, das er im Dorf gemietet hat. Dort trifft der Philosoph Kunden und andere Leute, falls ihm nach Gesellschaft zumute ist. „Am Anfang war es ein bisschen beängstigend, so ganz allein am Wald, aber nach etwa sechs Wochen ging es bereits richtig gut“, erinnert sich Hans Anthon Wagner. Auf Musik und Fernsehen verzichtet er nur zu gerne, stattdessen schreibt er Gedichte und malt. Was ihm in seiner Einsiedelei so durch den Kopf geht, hat Hans Anthon Wagner in seinem Buch „Schäferkarren-Philosophie“ aufgeschrieben. Viele sind fasziniert von seiner Art zu leben: Bei seinen Lesungen erfährt er von vielfältigen Aussteigerträumen. „Die meisten haben allerdings Angst vor dem letzten Schritt“, weiß Wagner, der sich selbst schrittweise an das Leben im Schäferkarren gewöhnt hat. www.miniaturgraphiken.de

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