wohnen im ehemaligen knast

Ehemaliges Frauengefängnis wird Mieterparadies
Wohnen im Knast?

Am Anfang waren dunkle Acht-Quadratmeter-Zellen: „Es war teilweise echt knifflig, den künftigen Mietern zu versichern: Das hier wird mal schön”, erinnert sich Tobias Ott lachend. Als Makler verkaufte er vor einigen Monaten noch die neuen Wohnungen in einem ehemaligen Cannstatter Frauengefängnis, dieser Tage zieht er selbst mit ein. „Den ursprünglichen Charakter spürt man nur noch am Rande. Die frühere Nutzung hat sich genau ins Gegenteil verkehrt: Die meisten Mieter ziehen ein, weil sie sich hier besonders sicher fühlen.“ Trotz Denkmalschutz erinnert tatsächlich wenig an Sicherheitsverwahrung: Zellenwände wurden eingerissen, es entstanden große Räume. Die schweren Eisentore der Einfahrt öffnen sich per Fernbedienung und die hohe Mauer, die sich um das Gelände zieht, wurde reich begrünt. Zwei Gittertore geben umgebaut im Innenhof eine lauschige Laube, lediglich die Gitterstäbe am Badfenster erinnern an die historische Vergangenheit. „Aber genau das ist ja das Spannende hier“, findet Tobias Ott, der sich dafür sogar gegen ein Appartement in der Heusteigstraße entschieden hat. Auch seine Einrichtung passt ins spezielle Wohn-Feeling: “Ich liebe es puristisch”, sagt Ott und lässt zu den ausgewählten Designer-Stücken noch eine gusseiserne Wendeltreppe aus England kommen. Auf 180 Quadratmetern gibt es jedenfalls keine Beklemmungen und sein Home-Office ermöglicht Kontakte satt aus dem Sicherheitstrakt Liebenzeller Straße 11/1. ncf

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