aircraft-spotting

Spotten ohne Ironie
Flugzeuge als Hobby

Gestern Frankfurt, heute Stuttgart, morgen München – Flugpläne bestimmen sein Leben, dabei ist Christoph Wolf weder im Management noch im Außendienst tätig sondern Aircraft-Spotter. Mit zwei Kameras im Gepäck reist der 21-Jährige Speditionskaufmann aus Filderstadt durch die Welt, immer auf der Jagd nach seltenen Fliegern und bestimmten Flugzeug-Nummernschildern. Besonders begehrte Objekte sind Maschinen mit Sonderlackierungen, wie jetzt zur WM. „Bei rund 50 000 Fliegern weltweit wird man es trotz Suchtgefahr in einem Leben wohl nicht schaffen, alle zu fotografieren, zumal die ja nach einigen Jahren ausgetauscht werden.“ so Wolf. Anfangs knipste er noch analog, mittlerweile digital.

Sein Archiv umfasst rund 1600 Papierabzüge und unzählige digitale Fotos. Verkauft werden die Aufnhamen eigentlich nie, höchstens getauscht. „Dafür spotten einfach zu viele. Ich kenne Spotter zwischen 13 und 76 Jahren, vom Hartz4-Empfänger über Studenten bis zum leitenden Angestellten ist alles vertreten.“ erzählt Wolf. Schicksalhaft könnte man Christophs Weg zum schnellebigen Hobby nennen: Schon Christoph´s Vater guckte in seiner Freizeit am liebsten Flugzeuge und nahm den Sohnemann natürlich mit. Etwa fünfmal im Jahr ging es dann nach Frankfurt, denn je größer der Flughafen desto größer die Fliegerauswahl.

Vor drei Jahren jagte Christoph das erste mal geplant: über die Homepage der Stuttgart Aviation Association e.V. -, dem Stuttgarter Spotter-Verein – erfuhr Christoph, dass eine russische Topolev in Stuttgart landet. Ab da gab es kein Halten mehr. Fast jede freie Minute hypnotisiert er mit Gleichgesinnten die Landebahn und den Luftraum am Stuttgarter Flughafen. 28 verschiedene Flughäfen hat Christoph Wolfs mittlerweile besucht, darunter auch in Moskau. Dieses Jahr steht Skandinavien auf dem Reiseplan und ein paar besondere Wünsche hat Wolf auch: „Signapur oder Bangkok wären ein Traum“. Aber vorerst hofft er, dass wenigstens sein heimischer Lieblingsausguck beim Echterdinger Real-Markt erhalten bleibt. Wie es heißt, muss der beliebte Spotter-Parkplatz bald weichen. weitere infos bei den stuttgarter spottern

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