das glasperlenspiel

Dagmar Runte und ihr schmucker Beruf

Mit 40 noch was ganz neues starten? „Aber ja doch.“ sagt Dagmar Runte, freiberufliche Schmuckdesignerin aus Heumaden. Vor rund sechs vier Jahren Jahren machte die zweifache Mutter ihr Hobby zum Beruf und hat es keine Minute lang bereut. „Es war die beste Entscheidung die ich damals treffen konnte.“ ist sie heute überzeugt und erinnert sich: Die Affinität zur Mode und zum Schmuck sei schon lange Jahre da gewesen. „Immer wenn ich mir ein neues Stück für meine Garderobe genäht hatte, fehlte mir der Punkt auf dem i: Der passende Schmuck.“ Also entwarf sie kurzerhand selbst Schmückendes für Hals und Arme, zauberte mit Edelstahldraht, Filz oder bunten Glasperlen filigrane, ausgefallene Stücke, auf die sie schnell von Freunden und Bekannten angesprochen wurde.

„Plötzlich wollte jeder eine individuell gestaltete Kette haben und so kam eins zum anderen.“ lacht sie.

Eine Freundin rät ihr schließlich „Tu was du am besten kannst“ und eine Geschäftsidee war geboren. Um das unternehmerische Risiko so klein wie möglich zu halten, funktionierte Dagmar Runte einfach Wohnraum in ein Atelier um und bot ihre Ketten und Armbänder beim eigenen Tag der offenen Tür sowie auf Schmuckparties im privaten Kreis an. Mit Erfolg.

Schnell folgten zwei Kollektionen im Jahr sowie Ausstellungen auf Kunstmärkten und Kreativ-Messen, immer neue Absatzwege tun sich auf. So gibt es Runte-Ketten mittlerweile auch in ausgesuchten Stuttgarter Boutiquen zu kaufen. Auch der Erfahrungsschatz wuchs, Materialien wurden verworfen, neue kamen hinzu, der Bezug zu vielen Kundinnen wurde intensiver.

„Das war am Anfang natürlich alles sehr aufregend. Heute kann ich ganz gut einschätzen, wem welche Kette steht.“ so Dagmar Runte, die alle ihre Ketten erst einmal Probe trägt. Die richtige Kette – eine Mischung aus Stil, Proportion und Farbe – soll frau vor allem schöner machen, ihre Persönlichkeit unterstreichen, definiert die Designerin ihr Ziel.

Mittlerweile sind Dagmar Runtes Schmuckstücke fast eine Marke, haben auf jeden Fall Wiedererkennungswert und vor einigen Monaten kam schließlich eine ständige Ausstellung in einer neuen Stuttgarter Galerie hinzu. Da sie am liebsten abends arbeitet, bleibt genügend Zeit für eine Cappucchino mit Freundinnen und andere Freizeitaktivitäten, bei denen sie immer neue Impulse bekommt.

Allerdings: „Ohne finanzielles Polster und die Unterstützung meiner Familie wäre das alles gar nicht möglich. Trotzdem möchte ich jedem Mut machen: Mit 40 ist es keinesfalls zu spät für einen zweiten Start.“ Zur frisch relaunchten Heimseite geht’s hier.

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