entspannte stuttgartnacht

da meine letzten organisierte-kultur-die-ganze-nacht-erinnerungen zu catch-the-bus-zeiten zurück reichen, war ich nicht so sicher, was ich bei der stuttgartnacht 2009 so erleben würde. aber es war überraschend entspannt, unterhaltsam und auch in den shuttle-bussen herrschten keine sardinenbüchsenartigen zustände. flugs ums eck einen parkplatz gefunden, tauschten wir im rathaus-foyer alsbald unsere tickets gegen ein rotes armband, das uns für den rest der stuttgartnacht freien eintritt in alle beteiligten locations garantierte. stuttgartnacht nach einem rundgang durch die fotoausstellung blieb noch zeit – eric gauthier war grade beim soundcheck und ich startete zur konfrontations-therapie: okay, es wird wenige geben die sich bei einer paternoster-fahrt so anstellen wie ich, zumal das ding angeblich der letzte seiner art sein soll. ich halte auch nix von hysterie, aber es kostete mich wirklich einige überwindung in die kabine zu steigen und rechtzeitig wieder rauszuhopsen – anders die kids, die auch im handstand an uns vorbei und dann noch das verbotene und gruslig-dunkle letzte stück mitgefahren sind. dann war konzertbeginn und der saal glaube ich voll von – vor allem weiblichen – fans und so fiel es leicht, sich auf die musik der band und die humorvollen ansagen des kanadischen tänzers und musikers einzulassen. werde ihn wohl öfter anhören, hat mir gut gefallen, ging auch fast ne ganze stunde, dann hetzte eric gauthier zum nächsten event, irgendne tanzperfomance oder probe im theaterhaus, bevors wieder zurück auf die rathausbühne ging. zeit für uns also, zum hauptbahnhof zu laufen und in den nordost-bus zu steigen, weeeil da lagen praktischerweise all unsere nach strengen kriterien ausgesuchten nächsten haltestellen (bei 70 locations steht man halt vor der qual der wahl und auf speed-shuttling und zick-zackfahrt durch die stadt hatte ich keine lust, obwohl das sicher auch ganz unterhaltsam ist). nächster stopp: theaterschiff. aussteigen, ein bisschen am nächtlichen neckarufer entlangtraben und dann rein in den leuchtenden schiffsrumpf des ehemaligen binnenfrachters. im stimmungsvollen bordrestaurant ein sektchen geschlürft und vom leckeren panini gekostet – war zwar der erste, aber sicher nicht der letzte besuch. theaterschiffnathalie mackert alias shiva diva gab dann auf den planken die die welt bedeuten einen halbstündigen crash-kurs in sachen eroterik und überraschte nicht nur mit ziemlich beeindruckendem stimmvolumen sondern auch mit einer schrägen schwäbisch-erotischen show, sofern das überhaupt geht, besser vielleicht: mit intelligenter schwäbischer verbalerotik und einem ziemlich scharfen blick auf männer, frauen und’s aufs publikum. bei der nächsten station „wagenhallen“ war die installation dann leider schon gelaufen und party gibts ja immer wieder, von daher bin ich zum hauptbahnhof gefahren, hab mich vom begleiter verabschiedert, der – wie ich heut erfahren habe – im cinemaxxx noch die halbe nacht über die cannes-rolle gelacht hat, catchte eine der letzten stadtbahnen und bin mit einigen anderen stuttgartnachtbesuchern richtung heimat geschnurrt. fazit: jederzeit wieder – bis zum nächsten jahr! www.stuttgartnacht.de

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