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Marco Mauz plant Reptilienauffangstation in Esslingen

Wenn Marco Mauz mit seinem Haustier Fernsehen schaut, liegt auf dem Sofa kein kuscheliger Hund und keine schnurrende Katze, sondern eine meterlange Tigerpython. Und weil der 30-Jährige Reptilien liebt, teilt er sein Haus gleich mit zwei weiteren Pythons, sechs Boas, drei Bartagamen-Echsen und einer Kragenechse. Auch ein grüner Leguan lebt unter seinem Dach.

Um seine geschuppte Meute satt zu kriegen, hat Mauz sogar eine eigene Futtertierzucht. Doch damit nicht genug: Er träumt von einer Reptilien-Auffangstation. „Da könnte ich Tiere aufnehmen, deren Besitzer im Urlaub sind oder die am Flughafen-Zoll beschlagnahmt werden“, erklärt der Koch aus Ostfildern. Illegal eingeführte Tiere finden teilweise auch in der Wilhelma ein neues Zuhause. Da es in ganz Süddeutschland aber gerade mal zwei Auffangstationen gibt, ist der Stuttgarter Zoo überfüllt.

Willkommene Gäste wären auch Kaimane oder Schildkröten, die bisher zahlreich in umliegenden Seen oder im Schlossgarten ausgesetzt werden. „Viele kaufen sich kleine Reptilien. Wenn die Tiere wachsen oder sich ein Kind ankündigt, wissen sie nicht wohin damit. Es gibt definitiv Bedarf für die Station“, weiß Mauz. „Die Stadtverwaltung Ostfildern verweigert jedoch noch ihre Zustimmung – sie fürchtet um die Sicherheit der Bürger. Dabei liegen meine Haustiere am liebsten auf ihren Wärmematten und verschlafen den ganzen Tag.“ Um heraus zu kommen, müssten sie gleich mehrere verschlossene Türen überwinden.

Mauz ist sich sicher: „Da Reptilien warme Temperaturen brauchen, würden sie im Winter in Stuttgart nicht lange überleben. Im übrigen sind sie sehr scheue Tiere und meiden Menschen. In 15 Jahren wurde ich nur einmal gebissen, da war ich selbst schuld – ich hatte vorher einen Futterhasen angefasst.“ Trotzdem stimmen seine guten Erfahrungen in Ostfildern niemanden um. Deshalb plant er seine Station in Esslingen, wo ihm zumindest das hiesige Veterinäramt sowie die Untere Naturschutzbehörde wohlgesonnen sind: „Sollte Herr Mauz alle notwendigen Voraussetzungen erfüllen, würde ich die Auffangstation schon begrüßen“, so Dr. med. vet. Markus Wierich vom Veterinäramt. Unterstützung bekäme Mauz auch von der Müncher Reptilien-Auffangstation.

Um die Station auf finanziell sichere Beine zu stellen, will Marco Mauz auch einen Shop mit Zuchttieren und Zubehör integrieren. Seine eigenen Tiere würden ihn auf jeden Fall auch nach Esslingen begleiten: „Eine Schlange kann bis zu 40 Jahre alt werden!“, freut sich Marco Mauz und streichelt seine Python zärtlich, während er mit ihr entspannt eine Vorabendserie genießt.

Derzeit sucht Marco Mauz Sponsoren, die ihn bei der Verwirklichung eines edlen Reptilien-Kalenders 2011 finanziell unterstützen. Ziel des Kalenders ist es, die Gesellschaft für die gefährdeten Tierarten zu sensibilisieren und Spendengelder zum Ausbau der einzigartigen Pflege- und Aufzuchtstation zu sammeln. Für Sponsoren kann bei entsprechendem Einsatz eine extra Kalender-Auflage mit Firmenlogo und Danksagung mitgedruckt werden. Ein professioneller Fotograf hat seine Mitarbeit bereits zugesagt, vor der Kamera agieren professionelle Fotomodelle mit den Reptilien in aufregenden Posen. Weitere Infos und Kontakt bei Interesse: Iweta Priede, Tel. 0711.354401 oder info@iwetapriede.de. www.reptilien-help.de

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