lacrosse – the sportive spirit

„Lacrosse ist anders“, sagt Nathalie, legt die Stirn in Falten und auch Ester schaut nachdenklich in die Ferne…Fest steht: Nicht jede Sportart hat derart ernsthafte Anfänge nachzuweisen. Indianer im Nordosten Amerikas „spielten“ Lacrosse um Stammesfehden zu klären und um jungen Krieger auf Kämpfe vorzubereiten. Entsprechend hieß der Wettkampf auch „Baggataway – Kleiner Bruder des Krieges“ und die Spiele endeten nicht selten tödlich. Gespielt wird mit einem Ball und langen Stäben, an deren Ende ein Netz befestigt ist. Ein französischer Missionar fühlte sich an eine Bischofsmütze erinnert und nannte das Spiel deshalb zum ersten Mal „Lacrosse“. Heute treffen sich die Native Americans mit Mannschaften aus aller Welt zu rein sportlichen Wettkämpfen.

Mittlerweile gibt es in Deutschland mehrere Ligen – Herren- und Damennationalmannschaft – sowie Jugendteams, die bei Weltmeisterschaften antreten. So auch die beiden Stuttgarter Spielerinnen Nathalie Morof und Esther Vollmer von der Kickers Lacrosse-Mannschaft: „Wir hatten ein hartes Auswahlverfahren und viele Vorbereitungscamps hinter uns und wussten auch von unseren USA-Aufenthalten: Wir treten wirklich gegen die besten Teams der Welt an. Deshalb gaben wir unser Bestes, setzten alles ein was wir gelernt hatten und es spielte keine Rolle, dass wir Letzter geworden sind – Die WM war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis“ erinnert sich Nathalie.

Seit Herbst 2005 spielt sie in der Stuttgarter Damenmannschaft und ist zudem immer mehr in die Rolle der Trainerin gewachsen. Derzeit baut sie auch die erste Stuttgarter Jugendmannschaft mit auf. Vor allem die Geschwindigkeit des Spiels fasziniert die Abiturientin und studieren will sie auf jeden Fall in einer Stadt, in der es eine Lacrosse-Mannschaft gibt. Auch die Nationalmannschaft ist ein mögliches Ziel. Darauf will sich Esther derzeit nicht festlegen. Sie plant eher ein Medizin-Studium. Ob da Zeit für’s Nationalteam bleibt, bezweifelt die 18-Jährige, zumal Lacrosse-Spieler keine Sponsoren haben und alles selbst bezahlen: Übernachtungen bei Wettkämpfen, Trainingscamps, Ausrüstung und was sonst noch anfällt.

Trotzdem sind beide nach wie vor Feuer und Flamme für ihren Sport und jetzt plötzlich fällt es Nathalie ein: „Davon abgesehen dass mir wirklich alles an dem Sport gefällt – nicht zuletzt die Vielfältigkeit – habe ich ja schon viele Sportarten ausprobiert. Aber nirgendwo habe ich so einen Teamgeist gefunden wie bei Lacrosse-Spielern. Alle setzen sich mit Freude und Eifer für diesen Sport ein, es gibt keine Rivalitäten unter den Mannschaften. Da auch viele Studenten Lacrosse spielen sind fast alle irgendwann darauf angewiesen, bei jemandem übernachten zu können. Und kann jemand aus finanziellen Gründen nicht an einem großen Wettkampf teilnehmen, tut es einem das fast selber weh.“ Neue Spieler sind übrigens immer gern willkommen. www.kickers-lacrosse.de, www.stuttgart-lacrosse.de, Lacrosse Uni Stuttgart, www.lacrosse-freunde-stuttgart.de, International School of Stuttgart,

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