hochkarätig: schmuckdesigner georg spreng

Designer Georg Spreng l(i)ebt hochkarätigen Schmuck und klare Linien

Eistüten für’s Fingerspiel

Sie haben ganz klare Ecken und Kanten und ihre Namen klingen teilweise nach Feinkostabteilung – dabei sind Baked Potatoes, Eistüten-Ringe, Törtchen und Himbeere keine Delikatessen sondern Schmuckstücke und ihr Schöpfer Georg Spreng gilt als Sternekoch der Goldschmiedekunst, um mal im Bild zu bleiben. Seine Zutaten: Edle Metalle, funkelnde Hochkaräter und zeitlos-moderne Linien.

Foto: Georg Spreng

Design war in Georg Sprengs Leben immer ein wichtiges Thema, denn obwohl schon Vaddern Schmuckdesigner war, hatte der junge Georg nicht all zu viel mit Funkelwerk am Hut. Nach einem Industrie Design- Studium an der Werkkunstschule Schwäbisch Gmünd arbeitete Georg Spreng als selbstständiger Designer und war 1971 Mitbegründer der legendären Designschmiede frogdesign. Immer wieder reist er nach Kanada und bleibt schließlich für zehn Jahre ganz dort, lebt mit seiner Familien in einer spartanischen Holzhütte direkt am See. Als Notgroschen nahm Georg Spreng damals zwei Barren Gold mit, die er unter der Hütte vergraben hatte. „Eines Tages grub ich die Barren wieder aus und probierte, was ich damit an Schmuck so herstellen kann. Damals dachte ich, dass man Schmuck ausschließlich für sich selbst herstellen kann“, erzählt Georg Spreng.

Verkaufen wollte er die Stücke nie, aber es kommt ja ziemlich oft anders als man denkt…“Eines Tages besuchte uns ein Bekannter, er kam ziemlich gebeugt daher. Als ich ihm einen Armreif überstreifte, streckte er sich plötzlich und strahlte richtig – mir kam es vor wie ein Krönungsakt. Es war ein Schlüsselerlebnis, welch archaische Wirkung Schmuck haben kann. Das liegt am Element Metall, an den Steinen und sicher auch an der Form“, so Georg Spreng.

Aus der Faszination wird Leidenschaft und einige Jahre später nimmt Georg Spreng zum ersten Mal als Schmuckdesigner an eine Fachmesse in München teil – seine klare Formensprache erlebt eine überwältigende Ressonanz, es folgen weitere Messen, Ausstellungen und Auszeichnungen. Heute lieben Kundinnen aus ganz Deutschland und auch im Ausland seine Kreationen, Sammler horten seine Einzelstücke: „Wenn manche ein Stück zum Reparieren oder Aufpolieren bringen, sagen sie oft ich soll mich beeilen, sie möchten keinen Tag mehr ohne dieses Schmuckstück sein“, verrät Georg Spreng. „Was die Wirkung meiner Stücke ausmacht? Ich kann es nicht sagen.“ Kann sein, dass es der Anspruch ist, stets das beste Material zu verwenden oder der Wunsch, dass seine Schmuckstücke in 1000 Jahren als authentische Zeugnisse unserer Zeit ausgegraben werden.

Dass er vor allem Schmuck für Frauen entwirft, liegt daran, dass die Blütezeit des Herrenschmucks lange zurück liegt. „Aber ich wünsche mir, dass auch Männer morgens wieder bunter ins Büro fahren“, sagt Georg Spreng lachend und arbeitet weiterhin nach der Maxime: Wie groß ist zu groß und wie bunt ist zu kitschig? „Ich mache Schmuck für Menschen, die keinen Marken hörig sind und die ihre Stücke selbstbewusst tragen.“ Nicht nur für die „Kartoffel-Kette“ aus Platin ein Muss. www.georgspreng.de

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