mit kindern sicher durch digitale welten…

Landesmedienzentrale Baden-Württemberg startet Eltern-Medienmentoren-Programm

Ego-Shooter, Pornos, Mobbing und komische Onkels – wie groß sind die Gefahren für Kinder im Internet wirklich? Ab wieviel Stunden Daddeln droht die Spielsucht und wieviel Kontrolle ist notwendig? Oder kann die Familie ganz auf Medien verzichten? „Besser als Verbote oder Panikmache ist auf jeden Fall, mit Kindern intensiv über Medien zu sprechen – so wie man übers Rauchen, über Alkohol oder über Klassenarbeiten auch spricht. Eltern sollten sich dafür interessieren, wo ihre Kinder im Netz unterwegs sind, sollten sich anschauen, welche Spiele, Social-Communities und andere Angebote es gibt“ meint Ingrid Bounin von der Landesmedienzentrale Baden-Württemberg. Mit einem neuen Programm „Medien! Eltern-Mentoren“ will die LMZ Hilfestellung geben: Das Projekt soll Eltern qualifizieren, sie bei der Medienerziehung unterstützen und einen Beitrag zum präventiven Jugendmedienschutz leisten.

„Eltern sind ja nicht blöd und nutzen Fernsehen und Internet meistens auch selbst – trotzdem trauen sie sich oft nicht nachzufragen oder Regeln aufzustellen, wenn es um den Medienkonsum ihrer Kinder geht“, so die Projektleiterin. „Deshalb informieren unsere Trainer in kostenlosen Workshops über digitale Medien, Handy und Fernsehen. Wir sehen das Mentorenprogramm als Chance, für einen lebendigen Austausch in der Familie und darüber hinaus – so können Chancen, die neue Medien bieten, oft besser genutzt werden.“

Natürlich bleibt es nicht bei der Theorie: Zwar richtet sich das Angebot besonders an Eltern mit Migrationshintergrund, aber auch deutsche Eltern tauchen während der Schulungen ein ins Internet, vernetzen sich in Social Communities und surfen durch virtuelle Welten. In kleinen Gruppen werden die Eltern auf ihre ehrenamtliche Mentoren-Arbeit vorbereitet und erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat. Arbeiten Eltern später auch außerhalb der Familie als Medienmentoren – die Entscheidung dafür ist freiwillig – organisieren sie ihre Arbeit eigenverantwortlich und wohnortnah. Wer sich berufen fühlt, kann sich gleich als Trainer ausbilden lassen – für jede Veranstaltung im Rahmen des Projektes gibt es in dann auch eine angemessene Aufwandsentschädigung. Weitere Infos: www.elternmedienmentoren.de

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