glücksritterinnen

Sie sehnen sich nach Erfolg, Geld und der großen Liebe, deshalb verlassen Ilona, Tatjana und mindestens vier weitere Frauen ihre Heimat Russland und kommen als „Glücksritterinnen“ nach Deutschland. Regisseurin Katja Feudulova ist eine von ihnen – ihr gleichnamiger Film dokumentiert anhand fataler Mutter-Tochter-Konflikte sechs Leben zwischen wilden Parties, Schwarzarbeit und zerplatzten Träumen.

Weshalb gelten gerade russische Frauen als Glücksritterinnen?
KF: „Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gab es einfach keine Perspektiven mehr: Drogenprobleme und Kriminalität nahmen drastisch zu, Frauen wurden am hellichten Tag entführt und zur Prostitution gezwungen. Flucht war oft die einzige Chance. Russische Mütter schickten ihre Töchter nach Deutschland um erfolgreich zu werden.“

Frauen auf der ganzen Welt träumen vom großen Glück – geht’s nicht um mehr als Mutter-Tochter-Konflikte?
„Das ist mir während der Dreharbeiten auch aufgefallen: Die persönlichen Geschichten wurden zum Hintergrund für Überlebenskämpfe und das Ringen um Selbstbestimmung.

Wie viele Glücksritterinnen wurden in ihrem Film tatsächlich glücklich?
„ Wenn man statt eigener Lebensentwürfe fremde Projektionen lebt, wird man nie glücklich. Die Frauen in meinem Film sind alle an großen Erwartungen und tatsächlicher Realität zerbrochen. Durch die Globalisierung lässt sich dieses Problem mittlerweile auf der ganzen Welt beobachten: Menschen verlieren sich zwischen großer Freiheit und knallharter Realität, haben praktisch alles und nichts!“ www.gluecksritterinnen.de

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