falschmalerei

Der Kunstmarkt ist kompliziert, überspannt und hier werden Geldsummen bewegt, von denen mancher Anlageberater nur träumen kann.

Kein Wunder mischen auch zahlreiche Fälscher mit, um mit Kopien großer Meister Reibach zu machen.

Beim Möbelhändler Wels in Schönaich sind die Antiquitäten im Laden zum Beispiel nur Staffage, während im Keller meisterhaft und aufwendig falsche Bilder entstehen. Doch statt großen Gewinnen gibts kräftig Haue und eines Tages liegt der gewiefte Händler tot in seinem Büro.

Als Kommissar Kupfer den Tatort erreicht, findet er dort außerdem ein obskures Pärchen. Der männliche Part entpuppt sich als Maler Fritz „Diego“ Tauscher, der bald auf eigene Faust ermittelt, wo seine Fälschungen eigentlich so landen…

In Dietrich Weicholds neuem Roman „Falschmalerei“ taucht der Böblinger Kommissar Kupfer tief in die Kunstfälscher-Szene ein, wo Expertisen ihr Papier nicht wert sind und der schöne Schein am meisten zählt. Er begegnet wütenden Mäzenen, abgebrühten Mittelsmännern und auch Diego Tauscher muss aufpassen, wem er vertraut…

Der druckfrische Baden-Württemberg-Krimi aus dem Silberburg-Verlag bleibt spannend bis zu den letzten Seiten und beleuchtet eine eher unbekannte, dafür um so schillerndere Facette krimineller Kreativität.

Dietrich Weichold „Falschmalerei“, Silberburg-Verlag, 272 Seiten, 9 Euro 90

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