gärtnern für erbsenzähler

Ein schöner Blumen-Obst-Gemüse-Garten muss nicht teuer sein: mit ein bisschen Know-How und Kreativität lässt sich das grüne Paradies vor der Haustür mit wenigen Euros verwirklichen.

erbsenzählerWer ein paar Anregungen brauchen kann: in ihrem neuen Buch „Gärtnern für Erbsenzähler“ verrät Alex Mitchell „100 unkomplizierte Ideen einen Garten mit kleinem Budget zu gestalten“: da werden ausgediente Blechdosen zu einem vertikalen Kräutergarten, dekorative Jutesäcke verhüllen billige Plastiktöpfe und in einer alten Zinkwanne gedeiht eine Blumenwiese.

Aus Paletten wird ein Gartentisch und upgecycelte Autoreifen geben den passenden Hocker dazu. Die Altpapierkiste quillt über vor alten Zeitungen? Prima – daraus werden mit wenigen Handgriffen praktische Aussaattöpfe.

Alex Mitchell erklärt, wie man einen wild-romantischen Cottagegarten anlegt oder einen pflegeleichten einen Familiengarten gestaltet und bleibt nicht beim Styling hängen sondern kombiniert die Stilberatung mit ganz konkreten Tipps zum Pflanzenschnitt, zum Anlegen eines Kiesweges und wie man aus Weidenruten ein Spielhaus oder einen Tunnel baut, an dem Wicken oder andere Kletterpflanzen in die Höhe ranken.

Mit der Standort-Checkliste lernen Leser ihren Garten kennen und können Pflanzen entsprechend ihren Bedürfnissen setzen – das steigert den Ernteertrag, die Blühfreude und Lebensdauer. Jäten, Ernten, Düngen – auch das erklärt Mitchell einfach und kostensparend.

Auch das richtige Gießen ist ein Thema und wer mag, kann sich ein unsichtbares Bewässerungssystem selbst zusammen basteln – mehr als eine Kunststpffbox, zwei Pflanztöpfe, ein Messer, Schere, Gummiband, eine alte Strumpfhose, ein Kunststoffrohr und Erde braucht es dazu nicht.

In Kapitel 4 erfahren Hobbygärtnern, wie sie günstig an beliebte und im Laden recht teure Nutzpflanzen – zum Beispiel Tomaten, Pfirsische, Artischocken oder Salatkartoffeln – kommen und wie diese am besten zu verarbeiten sind. Wer wenig Platz hat, kann seinen Gemüsegarten in einem einzigen großen Topf unterbringen: sind die Pflanzen aufeinander abgestimmt und die Wachstumsphasen gut geplant, lässt sich so auf dem kleinsten Balkon leckeres frisches Gemüse ernten.

Wie man Samen sammelt, aufbewahrt, schließlich zu Jungpflanzen kultiviert und mit Stecklingen, Absenker oder per Teilung praktisch zum Nulltarif vermehrt, erfahren Leser im fünften Kapitel. Und wer glaubt, im Garten brauchts möglichst viele und teure Gerätschaften, der irrt: mit den Top 5 – einer Pflanzschaufel, einer Astschere, Gießkanne, Hacke und einer Grabgabel – lassen sich fast alle Gartenarbeiten bestens erledigen.

Also nichts wie los: jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um im Haus aus Samen kleine Pflanzen zu ziehen und in ein, zwei Wochen werd ich meine Ringelblumensamen direkt ins Beet ausbringen. Damit die alle gedeihen und gesund bleiben, blättere ich ab und zu auch im letzten Kapitel: da steht nämlich, wie ich einen Kompost anlege und aus Beinwell oder Brennessel nahrhaften Pflanzendünger herstellen kann. Die Brennesseln dafür wachsen praktischerweise schon ganz hinten im Garten…

Mit diesem fantasievollen, toll gestalteten Buch wird jeder gern zum Erbsenzähler.

Alex Mitchell „Gärtnern für Erbsenzähler. 100 unkomplizierte Ideen einen Garten mit kleinem Budget zu gestalten“, 160 Seiten, Klappenbroschur mit zwei Klappen, 20 Euro, Kosmos Verlag

 

 

 

 

 

 

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