bunte vielfalt statt eintönigkeit – willkommen in farbula!

ha2633_bKennt Ihr die kleinen gelben Zwerge, die mit ihrem spitzen Hut allen in den Allerwertesten pieksen, den sie nicht leiden können? Sie wohnen in einem kleinen Dorf auf einem spitzen Berg der gelbgold leuchtet – sie lieben die Sonne und hier sind sie ihr so nah, dass sie sie beinahe berühren können. Überall, wo die Zwerge den Boden berühren, wachsen Sonnenblumen.

Sie lieben Bananen, Ananas und Mais und sie riechen frisch nach Zitrone. Klingt eigentlich sympathisch, aber die gelben Zwerge ärgern sich, dass die roten und blauen Kinder nicht gefragt haben, ob sie mitspielen wollen. Schon marschieren sie los und pieksen die Bewohner der roten Stadt mit ihren Zackenhüten. Herzlich willkommen in Farbula!

Es war so ein regnerischer Tag wie heute, als die Geschwister Max und Frieda im Land der Farben landeten – ein kleiner Streit und schon kippt Wasser auf die frisch gemalten Bilder der beiden: unschöne braune Farbe macht sich breit. Und während sie sich zanken, befinden sie sich plötzlich auf einer märchenhaften Reise ins Land der Farben…

Im Bilderbuch „Die wunderbare Reise nach Farbula“ landen Max und Frieda zuerst in der roten Stadt: alle Häuser waren aus roten Backsteinen gebaut, ihre Bewohner hatten eine Vorliebe für rote Beeren, Paprika und Chilischoten und das Herzstück der Stadt war eine riesige Ketchupfabrik. Der Ketchup-Duft zog durch die Straßen, doch die beiden Geschwister konnten noch etwas anderes riechen: das Meer!

So liefen sie schnurstraks der Nase nach und entdecken am Meer ein blaues Dorf, in dem – na klar – blaue Riesen wohnten, die am liebsten Blaubeeren, Blaukraut und Weintrauben aßen. Obwohl die Riesen wirklich groß sind, müssen Max und Frieda keine Angst vor ihnen haben: sie sind wohl die sanftesten Bewohner in ganz Farbula!

Plötzlich kommen aus der roten Stadt einige Kinder und bald toben sie mit den blauen Riesenkindern fröhlich durch die Straßen. Was dann passiert, Ihr wisst es: die pieksenden Zwerge drangsalieren die roten Bewohner. Max und Frieda fragen eins der roten Kinder, ob sie sich mit den Zwergen nicht verstehen.

„Doch“, sagt das Kind. Einmal waren ein roter und ein gelber Bewohner von Farbula so gut befreundet, dass sie ständig miteinander tanzten und dabei ein fröhliches Orange erzeugten. Die beiden gründeten ein eigenes Dorf, wo sie noch heute glücklich leben. Und tatsächlich: im orangenen Dorf finden Max und Frieda einen riesigen Zirkus, wo jeder ein kleines Kunststück zeigte.

Den gelben Zwergen und den blauen Riesen gefiel das gar nicht! Sie beobachten das orangene Treiben misstrauisch und fühlen sich in ihrer Ruhe gestört. Es ist also schwierig in Farbula, denn auch die grünen Waldbewohner sind wie die anderen im Grund alle nett, aber wehe, eine andere Farbe „stört“ die Einfarbigkeit!

Die Roten zum Beispiel: sie baden gern im Meer. Aber weil sie das Blau nicht mögen, schütten sie so viel Ketchup ins Wasser, dass sie sich wie zuhause fühlen. Da passiert etwas spannendes: das Wasser färbt sich lila! Das lockt die violetten Elfen aus ihrer lila funkelnden Kristallhöhle.

Im grünen Wald tobt derweil eine Gras-Tomaten-Schlacht zwischen den Grünen Waldbewohnern und den Roten aus der Stadt, die auf den saftigen Wiesen picknicken wollten. Und dann fingen plötzlich alle an zu streiten: Wer hat die schönste Farbe im Land? Die Einfarbigen raufen sich und werden zu einem Knäuel, der so ähnlich aussieht, wie der matschige braune Fleck auf Friedas selbst gemaltem Bild.

Max und Frieda sind entsetzt: sie mochten nämlich alle Bewohner in Farbula und sie hatten Angst, dass durch den Streit alle schönen Farben verschwinden. Ob die beiden den Farbulanern helfen können? Und wie wird der Ausflug für die Geschwister enden?

„Würde eine einzige Farbe fehlen, wäre der Regenbogen nur noch halb so schön“, lautet das Fazit dieser zauberhaft-humorvollen Geschichte von Teresa George, die auf dem gleichnamigen Musical basiert.Seit 2014 ist die Autorin Teil des Projekts „Farbula“, das sich für Kinder mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen einsetzt.

Franziska Harvey hat „Die wunderbare Reise nach Farbula“ mit viel Liebe zum Detail unbeschreiblich herzig und natürlich herrlich farbenfroh illustriert. Mein Fazit: absolutes Lieblingsbuch-Potential!

Teresa George, Franziska „Die wunderbare Reise nach Farbula“, 40 Seiten durchgehend farbig illustriert, Hardcover, 17 Euro, Jumbo Verlag

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