knuspriger südwesten

2878_248x210_2008Flachswickel, Hefezopf, Träubleskuchen, Mutscheln, Seelen und Kimmicher: die Backtradition im Südwesten Deutschlands ist vielfältig und sie wird liebevoll gepflegt! Das beweisen auch die zahlreichen Rezepte, die SWR4-Hörer für Michael Braniks neues Buch „Knuspriger Südwesten“ eingereicht haben: vom Remstäler Bauernbrot über Sauerkrautbrot und Schwäbischen Napfkuchen bis zum Brotsalat ist alles dabei, was knuspert und lecker schmeckt.

Nach Rezepten aus dem Beeren- und Gemüsegarten dreht sich in diesem neuen Band der Reihe „SWR4 Branik kocht“ alles um „Köstliche Rezepte rund ums Brot aus baden-württembergischen Küchen“. Auch die Landfrauen sind wieder mit von der Partie: Beate Krieg, Landesgeschäftsführerin des Landfrauenverband Württemberg-Baden, erzählt auf den ersten Seiten Spannendes zur Kulturgeschichte des Brotes sowie zur alten und neu erwachten Backhauskultur im Ländle. Auch ich hab übrigens bei der Recherche für meine beiden „Brot-Artikel“ (vorherige Posts) von ihrem Wissen profitiert!

Dann gehts auch schon an den Backofen: im ersten Kapitel stehen „Klassische Brote“ im Mittelpunkt – zahlreiche Bauernbrot-Varianten sind zu entdecken, Weiß- und Schrotbrote, aber auch Dinkeljoghurtbrot oder Buttermilch-Haferbrot. Erika Schluchter von Schluchters Weinstube in Pfedelbach hat sogar ihr Besenbrot-Rezept verraten.

Nicht nur Schwäbisches kommt mit Braniks Rezeptsammlung auf den Vesperteller: Liebhaber werden sich über das Rezept fürs Norddeutsche Schwarzbrot freuen und mediterrane Alternativen wie Fladenbrot und Ciabatta fehlen selbstverständlich auch nicht.

Die „Brote mit Pfiff“ im zweiten Kapitel überraschen mit außergewöhnlichen Zutaten: Riesling, Bier, Nüsse, Honig, Schinken, Oliven, Zwiebeln, Sauerkraut, verschiedene Kräuter und sogar Füllungen sorgen für neue Geschmackserlebnisse.

Das dritte Kapitel ist den süßen Brotvarianten gewidmet: beliebte Klassiker wie Hefekranz und Hefezopf, Mutscheln, Neujahrsbrezeln, Flachswickel, Magenbrot und Schnitzbrot mischen sich mit Kürbis-Rosinenbrot und fruchtigen Broten mit Apfel, Banane & Co. Es folgen die heiß ersehnten Laugenbrezeln, Seelen, Weckle und Brötchen mit teilweise überraschenden Geschmacksnoten, wie bei den Badischen Winzerschnecken.

Eine schwäbische Rezeptsammlung wäre nicht vollständig ohne Tipps und Tricks zur Resteverwertung und so findet sich auch in „Knuspriger Südwesten“ ein Kapitel für „Leckere Brotrestle“: Ofenschlupfer mit Äpfeln, Badischer Kirschplotzer, Tessiner Brottorte, aber auch Brotsalat, Brotaufläufe, Klöße und Knödelrezepte machen Lust aufs Ausprobieren!

Für Pesto- und Pastenliebhaber wie mich hat Herausgeber Michael Branik noch das Extrakapitel „Herzhafte Aufstriche“ angehängt – zum Beispiel mit Tomatenpesto, Obazda oder Möhren-Käse-Aufstrich und sobald meine Zucchini reif sind, teste ich auf jeden Fall das Rezept für die Zucchinicreme von Ilse Braitmaier aus Horb am Neckar!

Da ich offenbar den Einsendeschluss verpasst habe, kleiner Tipp am Rande: ich back neuerdings ja gerne zwei Brennesselstängel ins Brot – im Mixer kleingehackt brennen sie nicht mehr, im Teig verrührt und einfach mitgebacken, geben sie dem Brot eine ganz besondere Note.

Michael Branik „Knuspriger Südwesten. Köstliche Rezepte rund ums Brot aus baden-württembergischen Küchen“, 128 Seiten, kartoniert, 9 Euro 90, Silberburg-Verlag

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4 Gedanken zu “knuspriger südwesten

  1. Hallo,

    ja – ich habe es mir gekauft!
    Und „eigentlich“ finde ich es richtig gut!
    Eigentlich ……………………… ?
    ja – eigentlich.

    Denn ich finde es „blöd“ wenn in den Rezepten zum Teil angegeben wird:

    Zutaten: 1 kg Mehl ………………………… (Remstäler Bauernbrot) !?!? welches Mehl …………..
    oder
    Zutaten: 2 kg Bauernmehl Type 890 (Bauernbrot) – das ist anscheinend eine Mischung !! aus ??
    näheres konnte ich nicht finden.
    oder
    Zutaten 600 gr Mehl (Kartoffelbrötchen)
    oder
    250 gr Mehl (Sonntagsbrötchen)
    oder
    1 kg Mehl (Briegel)
    noch mehr davon – kein Problem – es gibt sie !!! LEIDER

    Wer schaut denn da drüber ????

    mit solchen Werten fange Ich persönlich – als Laie – der die Rezepte nach backen möchte –
    dazu habe ich das Buch nämlich gekauft – nichts an.
    Das ärgert mich doch sehr !!

    Ansonsten – freue ich mich schon auf meine ersten Back-Ergebnisse !!!

    Lieben Gruß

    Thomas Bauder

  2. Hallo Herr Bauder, das ist natürlich bedauerlich, keine Frage. Allerdings: ich bin wirklich keine Profibäckerin und traue mir zu, ein Brotrezept bei mangelnden Angaben so abzuwandeln, dass am Ende doch noch etwas Schmackhaftes draus wird. So wie Ihre Kritik klingt, traue ich Ihnen das durchaus auch zu 😉 Falls Sie wirklich zum ersten Mal backen: die Unterschiede zwischen Dinkelvollkornmehl und durchschnittlich fein gemahlenem Weizenmehl sind beim Brotbacken für den Hausgebrauch jetzt nicht soo riesig. Bei Feingebäck siehts natürlich anders aus und geschmacklich sind die beiden Mehle auch deutlich unterscheidbar. Trotz allem viel Spaß und Genuss beim Ausprobieren!

  3. Hallo nic4u,

    in Sachen Backen bin ich Neuling.
    Allerdings – werde trotzdem irgendwie klar kommen – oder eben die Rezepte nach backen
    bei denen der Brottyp mit angegeben ist.
    Dennoch finde ich es schade die „leckeren“ Rezepte 1:1 nachbacken zu können.
    Eventuell ist es eine Anregung bei eine nächsten Ausgabe darauf zu achten.

    Lieben Gruß Tom

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