kleine biene hermine, wo bist du zu haus?

ha2768_bZum Nationaltag der Honigbiene stelle ich Euch heute eine ganz besondere Bienendame vor: die kleine Biene Hermine! Sie ist die Heldin in Andrea Reitmeyers neuem Buch „Kleine Biene Hermine, wo bist du zu haus?“ und summt ganz fröhlich durch den Wald und über Wiesen.

Rosa Blüten findet Hermine am leckersten, doch heute sitzt sie bis zum Bauch in einer Sonnenblume und lässt sich den süßen Nektar schmecken. Hermine ist eine Wollbiene und wie alle Bienenarten liebt sie Blumen und Bäume und sorgt beim Pollen-Naschen ganz nebenbei dafür, dass sich Blütenstaub verbreitet – so hilft sie mit, dass Samen, Früchte und schließlich neue Pflänzchen entstehen können.

Gerade als sich Hermine auf die Suche nach einem schönen Nistplatz für ihren Nachwuchs macht, fängt plötzlich der Boden an zu beben: ein Waldarbeiter fällt einen Baum nach dem anderen und die Stämme begraben die schöne Blumenwiese unter sich. Hier soll eine Autobahn entstehen – schnell suchen Hermine und die anderen Tiere des Waldes das Weite.

Traurig sucht Hermine ein neues Zuhause, doch sie findet einfach nicht genug blühenden Pflanzen. Auch das Leben in einem wuseligen Bienenkorb ist kein passendes Heim für die Wollbiene mit der roten Schleife im Haar. An einem Baum der bei einer Mauer steht, könnte es Hermine gefallen, doch der große Baum und jeder Mauerspalt sind bereits von Blattschneider- und Mauerbienen bewohnt!

Die Bienen erzählen Hermine, dass es ganz in der Nähe ein großes Feld mit gelben Blüten gibt, da findet sie bestimmt ein neues Zuhause, sagen sie. Mit letzter Kraft erreicht sie das leuchtende Rapsfeld – doch was ist das? Ein Traktor fährt übers Feld und versprüht eine dunkle giftige Wolke, die nicht nur Schädlinge fernhält sondern auch den nützlichen Tieren schadet.

Hermine versucht zu flüchten, doch vom giftigen Nebel bekommt sie Bauchschmerzen und ihre Flügel sind ganz taub. Langsam sinkt sie zu Boden…wer Hemine in letzter Minute rettet und wo sie ein schönes neues Zuhause findet, wird an dieser Stelle nicht verraten!

Die einfühlsame, nachdenklich machende Geschichte ist nicht nur spannend, sie ist auch liebevoll illustriert. Die ganzseitigen Bilder zeigen Hermines Welt mit vielen Details in naturgetreuen Farben.

Zudem erfahren große und kleine Leser einiges über unterschiedlichste Bienenarten und was Bienen außer Honig machen sonst noch alles können. So haben sie zum Beispiel ein sehr gutes Zeit- und Ortsgedächtnis und mit ihren Fühlern können sie sogar riechen. Und wusstet Ihr, dass Wildbienen gar keinen Stachel haben?

Am Ende von Hermines Geschichte wird nochmal alles gut und es gibt einen tollen Tipp, wie wir alle den kleinen Bienen helfen können, egal ob auf dem Balkon, im Garten, in alten Gemäuern oder auf der Obstbaumwiese: mit einer selbst gebastelten Nisthilfe. Noch mehr Tipps und Anleitungen für ein glückliches Bienenleben gibts auf der Verlags-Webseite des Buchs als pdf zum Download.

Übrigens: wer auch nur einen winzig kleinen Garten hat, kann schon eine duftende Bienenweide pflanzen und es gibt tolle Empfehlungen, welche Blumen und Sträucher Bienen besonders lieben, zum Beispiel bei der Bienengärtnerin, beim Deutschen Imkerbund oder bei den Honigmachern.

Andrea Reitmayer „Kleine Biene Hermine, wo bist du zuhaus?“, 36 Seiten, Hardcover, 13 Euro, Jumbo Verlag

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