dillinger sieht gespenster

U_Kost_Gespenster_03.inddDer Sommer zeigt sich wahrlich abenteuerlich: wochenlang um die 40 Grad und pure Sonne und plötzlich wird es so nass und kalt, dass ich nachts manchmal ein bisschen die Heizung aufdrehe. Ob Hunds- oder Regentage: da macht ein Krimi doch so richtig Spaß! Deshalb stelle ich Euch heute einen neuen Baden-Württemberg Krimi aus dem Silberburg-Verlag vor:

„Dillinger sieht Gespenster“ und zwar im Freilndmuseum Wackershofen. In einem jahrhundertealten Museumsgebäude Käshof fällt ihm eine tote Frau auf den Kopf. Versicherungsvertreter Dillinger ist verwirrt. Und dann ist da noch diese Handtasche. Eine echte Birkin Bag. Die hat sie wohl auf dem Tisch im historischen Käshof liegen lassen. Mit einer Pistole drin.

Mit der sündhaft teuren Tasche soll sich Dillingers Assistentin Sonja möglichst auffällig in der Stadt zeigen und die „Beute“ aus der Deckung locken. Denn bisher gibt es nur eine Menge offene Frage…Dillinger selbst geht derweil zu einem Rendezvous. Er hat sich nämlich verliebt. Sie waren sich ziemlich unspektaktulär über den Weg gelaufen, kamen ins Gespräch und hatten sich verabredet.

Doch die unbekannte Frau in Weiß war wohl nicht nur neu in Schwäbisch Hall, sondern auch nicht an ihm interessiert. Oder weshalb erschien sie nicht zum verabredeten Mittagessen? Das Parfum in der Handtasche fällt Dillinger ein. Er hatte es an ihr gerochen. Ist sie die tote Frau, die ihm auf den Kopf gefallen ist? Oder hat er sich das eh nur eingebildet? Sein pochender Schädel sagt was anderes…

Dillinger muss unbedingt nochmal ins Freilandmuseum. Nach Spuren suchen. Tatsächlich sammelt er mehr Indizien, als Kommissar Keller lieb ist! Der ist auch prompt eingeschnappt und will mit Dillinger nichts mehr zu tun haben. Und dann taucht plötzlich die schöne Fremde wieder auf. Diesmal ganz in Schwarz!

Auch als sich das kribbelige Rätsel löst, bleibt Dillingers neuer Fall spannend, denn die Verstorbene war auf einem persönlichen Rachefeldzug und ist einflussreichen Leutchen ganz schön auf die Füße getreten. Und dann ist da noch ein Priester, der plötzlich Vater wurde.

Rudi Kosts neuer Hohenlohe-Krimi fesselt mit hochspannenden, geschickten Finten, starken Figuren, komplexen Beziehungen und mit einem wenig bekannten historischen Kernthema. Und weil Dillinger diesmal auch den Supermacho in der Vertretertasche lässt, für mich einer der bisher besten Krimis aus der Dillinger-Reihe.

Rudi Kost „Dillinger sieht Gespenster“, 240 Seiten, broschiert, 12 Euro 99, Silberburg-Verlag

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