franziskus wendels prinzenkuss

41YZtQY0FSL._SY339_BO1,204,203,200_Um Froschkönige und verzauberte Prinzen ranken sich ja die wundersamsten Legenden. Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass aus Fröschen Prinzen werden, wenn sie nur hingebungsvoll geküsst werden. Das stimmt einfach nicht! Seit den Brüdern Grimm wissen wir: nur ein beherzter Wurf an die Wand kann den verwandelten Jüngling erlösen!

Aber auch das funktioniert nur, wenn der Frosch überhaupt erstmal ins Zimmer der Auserwählten gelangt. Nur all zu viele Frösche versuchen ihr Glück auf der Straße – und scheitern jämmerlich. Zumindest dem Frosch in Franziskus Wendelins Kunst-Daumenkino „Prinzenkuss“ bleibt nichts, als die Fliege auf der Zunge.

Er wird schlicht übersehen, wie er da so am Boden hockt. Obwohl genug Ladies unterwegs sind: sie stöckeln eilig über ihn hinweg, ja treten sogar unachtsam auf seine patschigen Schwimmhäute.

Was sich Franziskus Wendels wohl beim Zeichnen so gedacht hat? Normalerweise ist der vielseitige Künstler aus der Eifel ist vor allem für seine Malerei und Videokunst bekannt. Auch Bühnenbilder und Kirchenfenster hat Wendels realisiert. Ob er mit dem Prinzenkuss sein Alter Ego aufs Papier gezeichnet hat? Fest steht: für den Eifelbildverlag hat Wendels ein weiteres Daumenkino produziert.

Titel: „Der Durst“. Auch hier klingen Sehnsucht und Bedürfnis an. Und ich muss doch mal schauen, obs wenigstens da ein Happy End gibt…in dem Fall wärs zumindest einfacher als die Sache mit dem Frosch!

Franzikus Wendels „Prinzenkuss“, 60 Seiten, broschiert, 6 Euro 90, Eifelbildverlag