windkraft-industrieprojekt goldboden genehmigt – klage eingereicht!

kein windpark auf dem schurwald!

PRO SCHURWALD

Am 02. Dezember 2016 hat das Landratsamt Rems-Murr-Kreis (Waiblingen) das Windkraftprojekt der EnBW am Goldboden bei Manolzweiler genehmigt. Die Genehmigung erfolgte einen Tag nach Ablehnung unserer Petitionen durch den Landtag und noch „rechtzeitig“ vor der Reduzierung der EEG-Subventionen zum 01. Januar 2017.

Die EnBW darf nun drei Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 230 Meter (Nordex N131 / 3.300) nördlich der Kreisstraße 1209 (Kaisersträßle) bauen.

Die Bürgerinitiative PRO SCHURWALD hat sich mit professioneller Unterstützung der Kanzlei Caemmerer Lenz mit zahlreichen Einwendungen in das Genehmigungsverfahren eingebracht.

Leider war der politische Druck so groß, dass die Genehmigung in Rekordzeit noch vor der Absenkung der EEG-Subventionen erteilt wurde. Deshalb bleibt jetzt nur der Klageweg.

Angeordnet wurde die „sofortige Vollziehung“; die EnBW darf also sofort mit den Bauarbeiten beginnen. So wurden noch vor Weihnachten die Bäume gefällt.

Der große Widerstand der Bürgerinnen und Bürger begründet den Sofortvollzug; man möchte der…

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bunte vielfalt statt eintönigkeit – willkommen in farbula!

ha2633_bKennt Ihr die kleinen gelben Zwerge, die mit ihrem spitzen Hut allen in den Allerwertesten pieksen, den sie nicht leiden können? Sie wohnen in einem kleinen Dorf auf einem spitzen Berg der gelbgold leuchtet – sie lieben die Sonne und hier sind sie ihr so nah, dass sie sie beinahe berühren können. Überall, wo die Zwerge den Boden berühren, wachsen Sonnenblumen.

Sie lieben Bananen, Ananas und Mais und sie riechen frisch nach Zitrone. Klingt eigentlich sympathisch, aber die gelben Zwerge ärgern sich, dass die roten und blauen Kinder nicht gefragt haben, ob sie mitspielen wollen. Schon marschieren sie los und pieksen die Bewohner der roten Stadt mit ihren Zackenhüten. Herzlich willkommen in Farbula!

Es war so ein regnerischer Tag wie heute, als die Geschwister Max und Frieda im Land der Farben landeten – ein kleiner Streit und schon kippt Wasser auf die frisch gemalten Bilder der beiden: unschöne braune Farbe macht sich breit. Und während sie sich zanken, befinden sie sich plötzlich auf einer märchenhaften Reise ins Land der Farben…

Im Bilderbuch „Die wunderbare Reise nach Farbula“ landen Max und Frieda zuerst in der roten Stadt: alle Häuser waren aus roten Backsteinen gebaut, ihre Bewohner hatten eine Vorliebe für rote Beeren, Paprika und Chilischoten und das Herzstück der Stadt war eine riesige Ketchupfabrik. Der Ketchup-Duft zog durch die Straßen, doch die beiden Geschwister konnten noch etwas anderes riechen: das Meer!

So liefen sie schnurstraks der Nase nach und entdecken am Meer ein blaues Dorf, in dem – na klar – blaue Riesen wohnten, die am liebsten Blaubeeren, Blaukraut und Weintrauben aßen. Obwohl die Riesen wirklich groß sind, müssen Max und Frieda keine Angst vor ihnen haben: sie sind wohl die sanftesten Bewohner in ganz Farbula!

Plötzlich kommen aus der roten Stadt einige Kinder und bald toben sie mit den blauen Riesenkindern fröhlich durch die Straßen. Was dann passiert, Ihr wisst es: die pieksenden Zwerge drangsalieren die roten Bewohner. Max und Frieda fragen eins der roten Kinder, ob sie sich mit den Zwergen nicht verstehen.

„Doch“, sagt das Kind. Einmal waren ein roter und ein gelber Bewohner von Farbula so gut befreundet, dass sie ständig miteinander tanzten und dabei ein fröhliches Orange erzeugten. Die beiden gründeten ein eigenes Dorf, wo sie noch heute glücklich leben. Und tatsächlich: im orangenen Dorf finden Max und Frieda einen riesigen Zirkus, wo jeder ein kleines Kunststück zeigte.

Den gelben Zwergen und den blauen Riesen gefiel das gar nicht! Sie beobachten das orangene Treiben misstrauisch und fühlen sich in ihrer Ruhe gestört. Es ist also schwierig in Farbula, denn auch die grünen Waldbewohner sind wie die anderen im Grund alle nett, aber wehe, eine andere Farbe „stört“ die Einfarbigkeit!

Die Roten zum Beispiel: sie baden gern im Meer. Aber weil sie das Blau nicht mögen, schütten sie so viel Ketchup ins Wasser, dass sie sich wie zuhause fühlen. Da passiert etwas spannendes: das Wasser färbt sich lila! Das lockt die violetten Elfen aus ihrer lila funkelnden Kristallhöhle.

Im grünen Wald tobt derweil eine Gras-Tomaten-Schlacht zwischen den Grünen Waldbewohnern und den Roten aus der Stadt, die auf den saftigen Wiesen picknicken wollten. Und dann fingen plötzlich alle an zu streiten: Wer hat die schönste Farbe im Land? Die Einfarbigen raufen sich und werden zu einem Knäuel, der so ähnlich aussieht, wie der matschige braune Fleck auf Friedas selbst gemaltem Bild.

Max und Frieda sind entsetzt: sie mochten nämlich alle Bewohner in Farbula und sie hatten Angst, dass durch den Streit alle schönen Farben verschwinden. Ob die beiden den Farbulanern helfen können? Und wie wird der Ausflug für die Geschwister enden?

„Würde eine einzige Farbe fehlen, wäre der Regenbogen nur noch halb so schön“, lautet das Fazit dieser zauberhaft-humorvollen Geschichte von Teresa George, die auf dem gleichnamigen Musical basiert.Seit 2014 ist die Autorin Teil des Projekts „Farbula“, das sich für Kinder mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen einsetzt.

Franziska Harvey hat „Die wunderbare Reise nach Farbula“ mit viel Liebe zum Detail unbeschreiblich herzig und natürlich herrlich farbenfroh illustriert. Mein Fazit: absolutes Lieblingsbuch-Potential!

Teresa George, Franziska „Die wunderbare Reise nach Farbula“, 40 Seiten durchgehend farbig illustriert, Hardcover, 17 Euro, Jumbo Verlag

müssen hexen immer böse sein?

Hexarella-3dAuf den ersten Blick ist sie ein ganz normaler Teenager: sie geht zur Schule, hat Freunde, eine Vorliebe für lange Wörter mit möglichst vielen Buchstaben und Stress mit der Verwandtschaft.

Tatsächlich ist Hexarella ein bisschen anders: das Hexenkind geht in eine Hexenschule, hat früh seine Eltern verloren und ihre Tanten, die jetzt im elterlichen Haus wohnen, sinde richtig böse Hexen – allen voran Axafaxa, die macht Hexarella das Leben schwer, wann und wo immer sie kann.

Gott sei Dank gibt es die beiden Geschwister Dixiixi und Doxooxo, Hexarellas beste Freunde – mit denen hat sie jede Menge Spaß und die halten zu ihr, egal was kommt! Jetzt kennt Ihr auch schon fast alle Hauptpersonen, die im Kinderkrimi „Hexarella und der Wundervogel“ eine wichtige Rolle spielen. Fehlt nur noch die kluge alte Hexe Schanaaxa und der Wundervogel selbst, aber der Reihe nach:

eines Tages finde Hexarella ein Vogelkind das übel aussieht und mehr tot als lebendig ist. Seine Federn haben eine komische grauschwarze Farbe, die Hexarella noch nie gesehen hat. Ihre bösen Tanten jagen die kleinen Vögel manchmal so lange, bis die erschöpft vom Himmel fallen, doch mit diesem Vogelkind stimmte etwas ganz und gar nicht. Weil Hexarella dem kleinen Piepmatz helfen will und so gar nicht weiß, was sie tun kann,  fragt sie Schanaaxa um Rat.

Was die alte Hexe rät, erschreckt Hexarella zutiefst: sie muss ins Menschendorf und heraus finden, warum so viele kleine Vögel gerade sterben! Niemandem darf sie von ihrer Mission erzählen, nicht mal ihren besten Freunden Dixiixi und Doxooxo. Und dann wird sie auch noch von Axafaxa erwischt: die böse Tante setzt Hexarella so zu, dass sie das Vögelchen fallen lässt. Statt zu bereuen, klagt Axafaxa ihre Nicht bei der  Hexenversammlung an.

Die anderen Hexen sind nicht blöde und finden schnell heraus, wer der eigentliche Übeltäter ist. Die Klage wird abgewiesen. Jetzt muss Hexarella schnell ins Menschendorf um die Ursache für das Vogelsterben zu finden. Da taucht plötzlich ein schöner bunter Vogel auf und gibt Hexarella wertvolle Hinweise. Von ihm erfährt sie unter anderem, dass nicht nur Vögel, sondern auch andere Tiere und sogar einige Menschen krank geworden sind.

Die Spur führt zu einem Weiher im Wald und Hexarella macht sich auf den Weg. Nicht alle, die sie unterwegs trifft, wollen ihr helfen. Für das Hexenkind beginnt ein gefährliches Abenteuer, bei dem es alle gelernten Hexenkunststücke brauchen kann. Ob Hexarella die Ursache finden und den Vögeln helfen kann?

Wer große und kleine Hexen bisher nur aus Grimms Märchen kannte, wird überrascht sein: „Hexarella und der Wundervogel“ ist ein spannender, moderner Kinderkrimi zu einem wichtigen aktuellen Thema – ernst, aber nicht besserwisserisch, jung, aber nicht kindisch, entwickelt Autor Klaus Schuker die eindringliche Geschichte um einen Umweltskandal und beweist außerdem, dass böse Hexen heute einfach nicht mehr gefragt sind.

Die aufwendige Ausstattung mit farbenfrohem Cover, liebevollen Illustrationen, Kapitelüberschriften in Sonderfarben sowie einem grünen Lesebändchen machen den Kinderhexenumweltkrimi zu einem kleinen Schmuckstück im Bücherregal.

Klaus Schuker „Hexarella und der Wundervogel“, 120 Seiten, Hardcover, 15 Euro, Fabulus Verlag

was denkt meine katze?

9783440154595_600x600Mein Kater und ich sind echte Soulmates und ich glaube, er unterstützt mich in vielen Dingen: „Kauf das T-Shirt ruhig, Du hast es Dir verdient und es passt so gut zu dieser blauen Strickjacke“ – so oder ähnlich schnurrt er mir bisweilen beruhigend ins Ohr und erleichtert mitunter schwere Entscheidungen.

Ja, das ist natürlich geschwindelt! Trotzdem habe ich das Gefühl, wir kennen uns schon ganz schön gut und verstehen uns meist ohne Worte. Funktioniere ich mal nicht richtig, unterstreicht er seine Forderungen neuerdings mit beharrlichem, gar nicht süßem Gemaue. Oft genug bin ich allerdings richtig ratlos, was er mir gerade sagen möchte.

Deshalb war ich so neugierig auf das Buch „Was denkt meine Katze?“ – vor Kurzem im Kosmos Verlag erschienen, erklärt es mit vielen tollen Farbfotos, was in Katzen vorgeht, wenn sie entsprechende Mimiken und Körperhaltungen zeigen oder andere Signale aussenden. Denn Katzen – so die Autorin Brigitte Rauth-Widmann – lügen, entgegen vieler gegenteiliger Behauptungen, eben nicht!

Nun sind Katzen ja nicht blöde und wissen ziemlich schnell, wie sie mit bestimmten Verhalten ihre Ziele erreichen. Da ist ein bisschen Strategie und Diplomatie durchaus erlaubt. Außerdem ist jede Katze ein ausgeprägter Individualist mit eigener Persönlichkeit, charakteristischen Anlagen, Vorlieben und Fähigkeiten. Doch im Grunde zeigen sie alle in jeder Situation klar und deutlich, was sie zu sagen haben und wir können sie verstehen, wenn wir genau hinschauen.

Am Anfang gehts zuerst mal um typisches Katzenverhalten: die vielzitierte Katzenwäsche gehört da ebenso dazu wie langes Schlafen, ausgiebiges Stretching, Sonnenbaden, große und kleine „Geschäfte“. Wir lernen, dass Katzen Rückzugsorte brauchen, dass sie faszinierend-geschickte Kletter-Akrobaten sind und auf leisen Sohlen und mit scharfem Blick ihre Beute fangen.

Im zweiten Kapitel gehts um „Katzen unter sich“: so riechen Katzen an einem Busch nicht nur eventuelle Blüten oder Früchte, sondern auch ganz deutlich, welcher Eindringling hier vor Kurzem mit Pheromon-Molekülen seine Duftspuren hinterlassen hat. Begegnen sich Katzen auf der Straße oder auf der Wiese, spielen Düfte ebenfalls eine wichtiege Rolle: mit Nasenstübern, Ablecken und Geruchskontrollen gehen sie auf Tuchfühlung und haben schnell raus, ob sie sich riechen können oder lieber aus dem Weg gehen.

Ihre Krallen pflegen Miezen, in dem sie hingebungsvoll diverse Untergründe bearbeiten, vorzugsweise Baumrinden, aber auch raue Sofabezüge oder Teppiche sind sehr willkommen! Und: Katzen sind Showtiere, die sich gerne beim Markieren beobachten lassen.

Während Katzen untereinander also nicht viele Worte brauchen, um klar zu machen, wer der Stärkere und was sonst so zu tun ist, bringt uns das Kapitel „Miez und Mensch“ teilweise ganz normales komisches Katzenverhalten näher. Einmal traf ich meinen Kater überraschend, als er in einer hohen Sommerwiese saß. Erfreut rief ich seinen Namen und ging ein paar Schritte auf ihn zu, er allerdings ging ein paar Tapser zurück.

Zuerst konnte ich gar nicht glauben, was ich sehe und ging noch ein Stück in die Wiese. Und wieder zog sich mein Kater zurück. Ich war schwer konsterniert! Sollte das wirklich der Kater sein, der mir schmusend auf dem Rücken liegt und am liebsten in meinem Bett schläft? Dann kam ich drauf: er hatte wohl gerade Wichtigeres zu tun und vermutlich Angst, dass ich ihn mit nach Hause nehme.

Soweit meine Erklärung. Oft ist es auch so, dass sich Katzen, sobald sie aus dem Haus sind, ganz nach Instinkt verhalten und da kann schmusen zum falschen Zeitpunkt verheerende Folgen haben. Nun, wir haben das geklärt und mittlerweile begrüßt mich Sam auch außer Haus mit freundlichem Hallo.

Wann Katzen Lust auf Gespräche haben und wann nicht, ob sie gut gelaunt sind, wie sie Angst zeigen und Signale für den Angriff geben ist ebenfalls Thema, genau so wie ihr Spielverhalten. Augen, Schwanz und Schnurrhaare sind gut erkennbare Indikatoren.

Ein Extrakapitel ist Katzenkindern gewidmet. Die sind vor allem ganz schön neugierig und wollen ihre Welt erobern. Da ist es sicher hilfreich, ihr Pionier- und Sozialverhalten ein bisschen genauer zu kennen!

Allein der tollen Fotos wegen, wird dieses Buch wohl jedem Katzenbesitzer und -liebhaber gefallen. Und die Infotexte in gut verdaulicher Häppchen-Länge geben spannende Einblicke in die Welt unserer Fellgeschwister.

Ein besonders tolles Kompliment hat mein Kater übrigens neulich von einer älteren Dame bekommen, der ich ein Foto gemailt hatte: „Der schaut so gescheit, dass man denkt, ein Mensch guckt einen an“, sagte sie. Und manchmal denke ich das wirklich auch!

Brigitte Rauth-Widmann „Was denkt meine Katze? Katzenverhalten auf einen Blick“, 96 Seiten mit 180 Farbfotos, broschiert, 10 Euro, Kosmos Verlag

roh, gesund und lecker: gourmet-rohkost

Gourmet-Rohkost-Sofia-Rab-Michael-Broennimann.17426Wo wir gerade bei Wildpflanzen waren: Brennessel & Co. sind nicht nur in Selbstversorger-Haushalten beliebt, sondern erobern immer öfter Gourmet- und Sterneküchen. Auch in der „Naturkostbar“ von Sofie Rab und Michael Brönnimann werden sie zu schmackhaften Kreationen verarbeitet. Jetzt haben die beiden Inhaber der Naturkost-Manufaktur ein Kochbuch vorgelegt, in dem sie ihre leckersten Gerichte vorstellen.

Die Rezeptsammlung umfasst 70 Rezepte mit hochwertigen, naturreinen Zutaten und Produkten, die vielfältige und raffinierte Geschmackserlebnisse garantieren. Ganz nebenbei bringen die Zutaten wirksame Inhaltsstoffe mit, die einen wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung leisten.

Warum überhaupt Rohkost? Das erklären die beiden Autoren gleich zu Anfang des Buches – zum Beispiel, weil ungekochte Nahrung ein Maximum an Enzymen mitbringt, die den Stoffwechsel und die Verdauung steuern. Zwar ist es nicht sonderlich ratsam, von heute auf morgen komplett auf Rohkost umzustellen, aber wer sich hauptsächlich von frischem, ungekochtem Gemüse, von Obst und Wildkräutern ernährt, wird tatsächlich mit besonderem Wohlbefinden belohnt.

Ob Naschkatze oder Liebhaber rezenter Genüsse: bei der Vielfalt an Smoothies, Salaten, Suppen, Nudelgerichten, Müslis und Desserts von Rab und Brönnigmann ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei – selbst Kinder werden von den farbenfrohen, exquisiten Kompositionen begeistert sein! Das Buch eignet sich auch für küchenversierte für Einsteiger, die mit leicht nachvollziehbaren Rezepten und nicht allzu exotischen Zutaten die Rohkostküche entdecken möchten.

„Fortgeschrittene“ Rohköstler, die beispielweise ihre Pflanzenmilch selbst machen möchten, sind mit diesem Buch ebenfalls gut bedient! Und weil viele davon überzeugt sind, dass man nur Kosmetik verwenden sollte, die man auch essen kann, gibts am Ende des Buches einige Rezepte für „Rohkostmetik“: natürliche Wirkstoffe unterstützen Stoffwechsel und Zellerneuerung und somit die Schönheit von innen und außen, pflegen und nähren die Haut, ganz ohne synthetische Zusatzstoffe.

Wer also Papaya vom Dessert übrig hat, kann zusammen mit Heilerde, Honig, Flohsamenschalen und Aprikosenöl noch schnell eine Schönheitsmaske zubereiten. Avocados ergeben mit Mandelmus, Agavennektar, Maca- und Baobab-Pulver eine regenerierende Maske für anspruchsvolle Haut und wer Peelings mag, gibt Himalaya-Salz mit verschiedenen Ölen oder Schokolade mit Kokosblütenzucker auf die Haut.

Ein schön gemachtes Buch mit appetitlichen Bildern – macht Lust auf „rohköstliche“  Wellness für Gaumen, Haut und Seele!

Sofia Rab, Michael Brönnimann „Gourmet Rohkost. 70 exquisite Rezepte – von Smoothies über Salate bis zu köstlichen Desserts“, 264 Seiten mit zahlreichen Farbfotos, Klappenbroschur, 29 Euro, Unimedica im Narayana Verlag

essbare wildpflanzen – bestimmen, sammeln, zubereiten

cover-neu-12-wp-2017-1004x6Stellt Euch einfach mal vor: morgen haben – aus welchem Grund auch immer – sämtliche Supermärkte geschlossen. Und übermorgen auch. So richtig klar ist nicht, wann sie wieder öffnen und Eure Vorräte gehen zur Neige…Sind wir nicht gewohnt, stimmt, ist aber möglich. Was essen wir dann? Zum Beispiel Wildkräuter!

Wer Brennessel, Giersch und Gänseblümchen schon auf dem Speisezettel hat, wird nicht erst auf einen möglichen Tag X warten, sondern die leckeren Grünlinge regelmäßig mit Lust und Freude auf der nächsten Streuobstwiese, am Waldrand oder im eigenen Garten sammeln. Denn außer Notration für alle Fälle oder Superfoods für schmale Geldbeutel, sind Wildkräuter auch gute Lieferanten für gesunde Pflanzenstoffe, Vitamine und Spurenelemente.

Brennesseln zum Beispiel versorgen den Körper mit einer großen Portion Kalzium und Provitamin A, Giersch bringt jede Menge Eiweiß mit und ist reich an Kalium. In seinem Buch „Die 12 wichtigsten essbaren Wildpflanzen – bestimmen, sammeln und zubereiten“ stellt Dr. Markus Strauß oft unliebsames „Unkraut“ ins rechte Licht.

Während selbst gesammelter Bärlauch immer öfter den Weg ins Pesto-Glas findet, sind Breitwegerich und Gänsedistel als Küchenkraut noch eher unbekannt. Dabei steht gerade die gelbblühende Gänsedistel fast das ganze Jahr zur Verfügung und eignet sich für Salate, Aufläufe oder Gemüsegerichte. Sie besitzt ähnliche Inhaltsstoffe wie die verwandte Mariendistel und ist regelmäßig genossen eine Wohltat für die Leber.

Wer seinen Atemwegen etwas Gutes tun möchte, sammelt beispielsweise Knoblauchsrauke – sie hat ihren Namen nicht von ungefähr, denn ihre Blätter schmecken frisch verzehrt ganz eindeutig nach Knoblauch. Auch Vogelmiere, Löwenzahn, Gäsenblümchen, Weidenröschen, Wiesen-Klee und Labkraut bekommen ein eigenes Portrait in Straußens Buch, das neben Wuchs, Aussehen und Inhaltsstoffen jeweils Tipps zum Sammeln und Rezepte beinhaltet.

Die Rezepte kommen ohne Gramm-Angaben aus und sind vor allem als Anregung für eigene Kreationen gedacht. Ich esse Giersch und Knoblauchsrauke gleich frisch gezupft aus dem Garten, hin und wieder kommt eine Brennessel in den Apfelsmoothie. Allerdings sieht der Brennesselkuchen im Buch so lecker aus, dass ich demnächst nochmal die dicken Handschuhe anziehe und einen Bund der wehrhaften Nesseln reinhole – ich bin jetzt schon gespannt, wie sie als deftige Backzutat schmecken!

Übrigens: ganz nebenbei sind Wildkräuter eine gute Möglichkeit, zum Ursprünglichen zurück zu kehren, den unmittelbaren Zugang zur Natur zu finden. Selbst sammeln statt Vorgefertigtes konsumieren, draußen sein und Neues entdecken, macht Spaß und inspiriert. Dazu brauchts nur einen Korb oder Stoffbeutel, eventuell ein Messerchen und wer sich (noch) nicht sicher ist, nimmt beim nächsten Spaziergang einfach den handlichen Wildpflanzenführer von Markus Strauß mit.

So lassen sich auch leckere Vorräte anlegen: Wildpflanzen machen sich besonders lecker in Essig und Öl eingelegt, eingekocht oder fermentiert. Portionsweise getrocknet und gefrostet bereichern sie das ganze Jahr über die vielseitigsten Gerichte.

In Reihe „Natur & Genuss“ erscheinen übrigens weitere Bände: mit Köstlichem von Hecken und Sträuchern, von Waldbäumen, von Sumpf- und Wasserpflanzen sowie mit den „12 besten Beeren aus Wildsammlung und aus dem Garten“ kommt garantiert Abwechslung auf den Tisch!

Dr. Markus Strauß „Die 12 wichtigsten essbaren Wildpflanzen – bestimmen, sammeln und zubereiten“, 72 Seiten mit Farbfotos, Klappenbroschur, 9 Euro 80, Hädecke Verlag