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schöne karten – guter zweck

weihnachtskarten südwerk stiftung auch dieses jahr gibts bei der südwerk stiftung wieder hübsche weihnachtskarten, der erlös kommt entwicklungshilfe-projekten in ecuador, ghana und peru zugute.
auf www.suedwerk.org die karten ansehen

der tod ist bunt

Barbara Rolf lädt ein:

Am 5. November 2009, um 19h hält die Rechtsanwältin, Fachanwältin für Medizinrecht und Buchautorin Petra Vetter einen Vortrag zum Thema „Selbstbestimmung am Lebensende“

Viele Menschen haben Angst davor, als „Opfer der Apparatemedizin“ zu enden, dadurch einen „unwürdigen Tod“ zu sterben oder „Lebensverlängerung um jeden Preis“ erdulden zu müssen. Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten können hiervor als Instrumente der Selbstbestimmung wirksam schützen. Allerdings sollte man bei der Erstellung dieser Dokumente Sorgfalt walten lassen, um die Rechtsverbindlichkeit schließlich auch zu garantieren.

Dargestellt anhand von Fällen aus der Praxis wird die Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht, Petra Vetter, einen Überblick über

die unterschiedlichen Vorsorgemöglichkeiten und ihre verbindliche Ausgestaltung geben.

Der Eintritt ist frei, über eine freiwillige Gabe freuen wir uns.

Am Sonntag, dem 29. November 2009, um 18.30h referiert Barbara Rolf zum Thema: „Arbeit an der Grenze des Lebens. Erfahrungen einer Bestatterin“

Mit Raum für Fragen und Austausch.
Der Eintritt ist frei.

Dietlind Schaale beschließt das Jahresprogramm am Montag, dem 7. Dezember 2009, von 19.30-21h mit meditativen Tänzen:

„Die Geburt des Lichts“

In der Adventszeit, der dunkelsten Zeit des Jahres, wird das Licht geboren. Meditative Tänze führen uns an dieses Thema heran und möchten uns für die Geburt des göttlichen Lichtes in uns öffnen. Wir lassen uns einstimmen mit Musik aus Klassik und Folklore.
Voraussetzungen für die Teilnahme gibt es keine, außer Freude an Bewegung und Musik.

Bitte melden Sie sich an.
Der Eintritt ist frei, über eine freiwillige Gabe freuen wir uns.

Bestattungen Rolf
Dipl. theol. Barbara Rolf
Bruno-Jacoby-Weg 8
70597 Stuttgart
T: 0711/67321471
F: 0711/67321472
info@barbara-rolf.de
www.barbara-rolf.de

büro frei!

heute frisch erfahren:

Wer sucht ein spitzenmäßiges 15 qm-Büro in 2-er Bürogemeinschaft mit PR-Redakteurin in Esslingens Weststadt? Frei ab Januar 2010. Alles in allem knapp 60 qm. Der Vorraum mit einem komplett eingerichteten Arbeitsplatz und Besprechungsecke wird je nach Bedarf gemeinsam genutzt. IT-Verkabelung, Telefonanlage, Teeküche mit Kaffeemaschine, Wasserkocher, Mikrowilli, Kopierer, Fax vorhanden. Miete derzeit inkl. NK-Vorauszahlung mit 1 Stellplatz im Hof pro Person rund 150 Euro/Monat. Das Büro (Loft) ist in einer ehemaligen Fabrik untergebracht, sehr hell, da viele Fenster. Raumhöhe über 4 Meter. Geeignet für freischaffende Redakteure, Grafikdesigner, Fotografen, Schriftsteller und sonstige kreative Berufe. Interessiert? Dann 0176-21187267 wählen oder schreiben an heimatkunst @ yahoo.de.

Karl-Heinz Meier-Braun und Reinhold Weber erforschen die „Kleine Geschichte der Ein- und Auswanderung in Baden-Württemberg“

Spaghetti, Cappucchino, Chevapcici, Döner und Souvlaki haben deutsche Restaurants und Küchen nachhaltig erobert. Sie gehören so selbstverständlich zu unserem Alltag, dass sich kaum jemand Gedanken darüber macht, wie die Importe den Weg in unsere kulinarische Landschaft gefunden haben. „Dabei ist es gerade mal 50 Jahre Jahre her, dass das Landesarbeitsamt die Pressemitteilung herausgab `Wie kocht man Spaghetti für Italiener?“, sagt Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun mit einem Schmunzeln. Für sein neuestes Buch „Kleine Geschichte der Aus- und Einwanderung in Baden-Württemberg“ wühlte der Integrationsbeauftragte des SWR und Leiter der Redaktion „SWR International“ in zahlreichen Quellen und Archiven. kleine geschichte der aus- und einwanderung bawü Dabei wurde ihm und seinem Co-Autor Reinhold Weber klar, dass die perfekte Adaption ausländischer Küche keineswegs symbolisch für Integrationsprozesse fremder Menschen steht.

Rund 2,7 Millionen Baden-Württemberger und fast 40 Prozent aller Stuttgarter haben einen Migrationshintergrund, sind also „zugewanderte oder hier geborene Ausländer, Spätaussiedler, Eingebürgerte oder Kinder dieser Personengruppen“. Damit liegt das Ländle deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Dass Baden-Württemberg aber nicht erst seit Gastarbeiter-Wirtschaftswunderjahren ein Aus- und Einwanderungsland ist beweisen unter anderem Orte wie Perous oder Pinache – bei Pforzheim – die am Ende einer langen Wanderung um 1700 von Waldensern gegründet worden sind. Auch Auswanderung war immer ein Thema: So wanderten beispielsweise im 18. und 19. Jahrhundert fast ganze Dörfer per Schiff in ihre neue Heimat USA aus. Seit je her sorgen also religiöse, politische sowie wirtschaftliche Nöte für massenhafte Zu- und Abwanderungen in Südwestdeutschland. Zwar profitierten Baden-Württemberger schon immer vom Know-How und der Arbeitskraft der Zugewanderten – vor allem nach Kriegen wäre ein wirtschaftlicher Aufbau ohne sie nicht möglich gewesen – demgegenüber standen und stehen aber auch zahlreiche Probleme, die nicht zuletzt aus Angst vor dem Fremden entstehen. Als Kind einer Flüchtlingsfamilie erlebte Karl-Heinz Meier-Braun am eigenen Leib, wie es sich anfühlt, nicht mit offenen Armen empfangen zu werden. Außerdem wurde dem Honorarprofessor durch seine ehrenamtliche Jugendarbeit und sein soziales Engagement klar: „Multikulti ist nicht mehr zu ändern. Jetzt geht es nur noch darum, wie wir das Zusammen leben sinnvoll gestalten.“ Auch wenn die Eingliederung von Millionen Spätaussiedlern recht erfolgreich verlief, zeige 50 Jahre Migrationsgeschichte, dass gelungene Einbürgerung mindestens zwei bis drei Generationen dauere. So haben Migranten immer noch pro Kopf weniger Wohnraum als Deutsche, sind öfter arbeitslos und gerade 3,7 Prozent der ausländischen Schüler schaffen das Abitur. Karl-Heinz Meier-Braun: „Die größten Probleme haben wir deshalb, weil die Gastarbeiter in einer Rückkehrillusion lebten und Deutsche die Tatsache leugneten, dass wir ein Einwanderungsland sind. Während die einen also in fünf Jahren zurück in die Heimat wollten und heute in deutschen Altersheimen leben, glaubten die anderen, die Probleme regeln sich von selbst. Hätten wir vor 30 Jahren schon Sprachunterricht für Migranten gehabt, wären uns sicher viele Probleme erspart geblieben.“ Statt dessen lebten Ausländer und Deutsche Jahrzehnte lang nebeneinander her. Zwar gelte Stuttgarts Integrationspolitik bundesweit als mustergültig – 2004 gab’s von der UNESCO den „Cities for Peace“-Anerkennungspreis sowie 2005 den ersten Preis beim Wettbewerb der Bertelsmann-Stiftung und des Bundesinnenministeriums „Erfolgreiche Integration ist kein Zufall“ – trotzdem sei deshalb die soziale und kulturelle Integration nicht nur für die Landeshauptstadt eine der größten Herausforderungen. „Immerhin haben wir seit 2005 ein Integrationsgesetz und sind insgesamt auf einem guten Weg, müssen aber weiter nach Lösungen suchen – vom Kindergarten bis zum Altersheim. Dazu gehören auch ganz klare Einwanderungs- und Integrationsgesetze.“ Denn ebenso klar ist: Baden-Württemberg braucht aufgrund der demografischen Entwicklung dringend hochqualifizierte ausländische Facharbeiter. Aber Karl-Heinz Meier-Braun weiß: „Es kommt fast keiner mehr, denn andere Länder bieten attraktivere Voraussetzungen. Dabei sollten wir diesen Leuten eigentlich den roten Teppich ausrollen.“ Kleine Geschichte der Aus- und Einwanderung in Baden-Württemberg, DRW Verlag, ISBN 978-3-87181-725-0, www.swr.de/international, www.rat-fuer-migration.de

deutschlands heißeste spelunken- und kaschemmenband ist jetzt auch online zu finden: www.two-men-one-beer.de

stuttgarter inspirationsabende

„selbstwert – eine herausforderung?“ stand auf der virtuellen einladung via internet-community und ich dachte: genau so ist es. also habe ich mich angemeldet, ohne zu wissen was ich von einem „inspirationsabend“ erwarten darf. inspiration vermutlich, aber welcher art? rollenspiele? grenzerfahrungen? nun, die erste hatte ich, als ich durch ein missverständnis in der falschen buslinie saß und kurz vor knapp am marienplatz noch die richtige kurve kriegte. grade pünktlich geklingelt, gings dann ziiiiemlich viele treppen nach oben. netter empfang entschädigte die strapazen ;) außer mir kam noch eine weitere teilnehmerin, was mir gerade recht war – die erfahrung zeigt, dass kleine „gruppen“ meist intensiveres lernen ermöglichen. und so war es auch. nach einigen historischen erläuterungen zum thema „frau und selbstwert“ fühlten wir uns bereits zu ständigem zwischenrufen und fragen inspiriert, eine bereichernde diskussion nahm ihren lauf…ich hab dann lange nicht geschlafen, weil ich so positiv inspiriert war, doch, das mein ich jetzt nicht ironisch und weil es die inspirationsabende bei heilerin stephanie fritz zu ganz unterschiedlichen themen gibt, wollte ich hier lediglich eine winzige empfehlung loswerden und poste auch gleich die zuständig homepage mit akutellen terminen und weiteren infos: www.stephanie-fritz.de

Jack Wolfskin geht gegen Bären vor

Das hessische Unternehmen Jack Wolfskin geht gerichtlich gegen einen Versandhandel der schwulen Bärenszene vor, weil die Bärentatze dem Logo des Anbieters für Outdoor-Ausrüstung ähnelt.

Jack Wolfskin hat eine ganze Reihe von Firmen und sogar kleinen Hobbyverkäufern abgemahnt, die ein Logo verwenden, das der Wolfspfote des Unternehmens gleicht. Eine Abmahnung ist stets mit hohen Anwaltskosten verbunden. Auch die Bärentatze des schwulen niederländischen Versenders bearwear.nl, dessen Vertrieb über ein Unternehmen in Leipzig abgewickelt wird, erhielt einen Bannstrahl aus Hessen. Er musste daraufhin den Versand innerhalb Europas einstellen, da auf den von ihm vertriebenen Bekleidungsstücken die Tatze stets abgebildet ist.

Auf der Bearwear-Website heißt es lediglich: „Irgend so ein ganz toller Rucksack-Hersteller behauptet, ihm würde das Tatzen-Design gehören. Auch wenn unseres völlig anders aussieht“. Der kleine Anbieter bittet „Bären mit einem Hintergrund in Copyright-Fragen“ darum, unter info@bearwear.net Hilfestellungen zu geben. Wegen des Rechtsstreits will sich Bearwear.nl nicht zu dem Streit äußern.

Die Abmahnung könnte Auswirkungen auf die gesamte Bärenszene haben, da die offizielle, von der Brotherhood of Bears gestaltete Flagge eben diese Tatze enthält.
Jack Wolfskin bleibt hart

Der Sportartikelhersteller hat offenbar keine Probleme, selbst gegen kleine Unternehmen vorzugehen: „Leider ist es notwendig, auch verhältnismäßig kleine Anbieter mit einer Abmahnung und entsprechender Kostenerstattung zu kontaktieren“, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. „Auch derartige Kleinanbieter sind, wenn sie sich mit ihren Produkten in den geschäftlichen Verkehr begeben, dazu verpflichtet, vor Bewerbung und Verkauf dieser Produkte die Verletzung von Markenrechten Dritter zu überprüfen bzw. auszuschließen.“

Bereits in der Vergangenheit ist Jack Wolfskin mit Härte gegen angebliche Nachahmer vorgegangen. So erwirkte das Unternehmen 2002 vor dem Oberlandesgericht Hamburg einen Beschluss, der es der „taz“ verbietet, Merchandising-Produkte aus dem Outdoor-Bereich mit der „taz“-Tatze zu bedrucken oder zu besticken. Und das, obwohl die bereits zwei Jahre vor der Gründung des Sportartikelherstellers entworfen wurde – aber eben nicht als Marke gesichert. Das Gericht untersagte es der „taz“ sogar, die Tatze abzudrucken, wenn der Schriftzug „die tageszeitung“ gleich neben dem Pfotenabdruck prangt.

Jack Wolfskin wurde 1981 in Idstein gegründet und ist eigenen Angaben zufolge der größte Outdoor-Ausrüster in Deutschland. Der Umsatz des Unternehmens beläuft sich auf über 200 Millionen Euro. (dk)

artikel auf queer.de

jack wolfskin lenkt ein

Jack Wolfskin zieht die Krallen ein

Von Felix Knoke

Im Streit mit Kleinhändlern um angebliche Markenrechtsverstöße lenkt der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin lenkt ein. Das Unternehmen will seine umstrittenen Abmahnungen zurücknehmen. „Die zum Teil heftige Kritik unserer Kunden in den aktuellen Fällen der DaWanda-Anbieter nehmen wir ernst und zum Anlass, unser Vorgehen kritisch zu hinterfragen“, erklärte Geschäftsführer Manfred Hell am Freitag am Unternehmenssitz in Idstein im Taunus. Heftige Reaktionen im Internet hätten zum Einlenken geführt.

Jack Wolfskin hatte mehrere Kleinhändler, die handgefertigte Produkte über den Online-Marktplatz DaWanda.de verkauft hatten, abgemahnt. Sie nutzten das markenrechtlich geschützte Tatzen-Logo des Unternehmens. Jack Wolfskin forderte jeweils bis zu knapp tausend Euro. Die Abmahnaktion hatte im Internet Empörung ausgelöst. Gegen die zehn Anbieter werde es keine weiteren rechtlichen Schritte mehr geben, hieß es seitens des Unternehmens.

„Wir sind immer bemüht, mit Augenmaß und nur dort vorzugehen, wo wir unsere Schutzrechte wirklich gefährdet sehen“, sagte Hell. Dies bedeute, dass Jack Wolfskin mit dem Entfernen der betroffenen Produkte von der Internetplattform die Fälle als erledigt ansehe und den Anbietern die Kosten erlasse. „Darüber hinaus wird Jack Wolfskin sein Vorgehen in Fällen von kleingewerblichen Angeboten verändern.“

artikel auf spiegel.de

Vortrag von Jane Bürgermeister (Teil 2) from Freeman on Vimeo.

jane bürgermeisters homepage mit gesammelten infos

auch ärzte scheuen sich vor der impfung:

Schweinegrippe
Angst vor Risiken – Ärzte scheuen eigene Impfung
(52)
14. Oktober 2009, 10:52 Uhr

Wenn Ende Oktober in Deutschland die ersten Spritzen gegen die Schweinegrippe gesetzt werden, hat eine Gruppe Vorrang: das Personal in Kliniken, Arztpraxen und Pflegeheimen. Allerdings scheuen selbst Ärzte davor zurück, sich gegen das H1N1-Virus impfen zu lassen. Die Risiken könnten zu hoch sein.

Ärzte, Schwestern und Pflegepersonal sind besonderen Gefahren der Ansteckung mit dem H1N1-Virus ausgesetzt und zählen zu den so genannten Risikogruppen. Impfbefürworter raten dem Personal dringend, sich immunisieren zu lassen. Doch mit der Impfbereitschaft ist es im Gesundheitsdienst nicht weit her.

„Unser Personal ist in Sachen Schweinegrippen-Impfung sehr skeptisch. Alle warten erst einmal ab“, sagt Hans Georg Nehen. Der Direktor des Essener Geriatrie-Zentrums Haus Berge zeigt Verständnis für diese Zurückhaltung. Zwar seien Impfungen im Gesundheitsdienst sinnvoll, betont der Professor. Doch der Chef von rund 75 Pflegekräften gesteht jedem Kollegen zu, die bestehenden Risiken der Impfung selbst abzuwägen…ganzer Artikel auf welt.de

wie auf labvirus.wordpress.com berichtet wird, starben von 347 geimpften 333 mitglieder einer schiffsbesatzung

jack wolfskin, ja die outdoor-firma mit der netten tatze als logo – hat was gegen dawanda-bastler die unter anderem auch pfoten als deko verwenden. anscheinend habe nämlich allein jack wolfskin das recht, pfoten jedweder art auf textilem u.ä. zu publizieren. tja, da stellt sich doch die frage, ob ich ab sofort für die dreck-tapser meiner katze auf dem teppich auch gebühren zahlen muss, falls besucher sie sehen :/
ich find die abmahn-aktion jedenfalls fast so aberwitzig, wie die tatsache, dass sich monsanto das menschliche erbgut patentieren lassen will ! hier also der text ausm spiegel:

Pfoten-Markenrecht
Jack Wolfskin mahnt Bastler wegen Tatzen-Mustern ab

Von Konrad Lischka

Mit voller Härte gegen die ganz Kleinen: Der Outdoor-Riese Jack Wolfskin mahnt ohne Vorwarnung Hobby-Handarbeiter ab, die im Web selbstgebastelte Ohrstecker, Taschenspiegel und Sticker verkaufen. Ihr Vergehen: Auf den Handarbeiten sind Pfotenabdrücke zu sehen.

Auf den ersten Blick wirkt Martina Hopf nicht wie eine Markenpiratin. Auf den zweiten, dritten und vierten auch nicht. Hopf verkauft beim Handarbeits-Portal Dawanda selbstgenähte Kirschkernkissen, Strampler, Stoffe und auch Stickdateien. Nun soll sie die Schneiderin viel Geld an die Anwaltskanzlei des Klamottenkonzerns Jack Wolfskin zahlen. Weil sie Stickdateien verkauft hat, mit denen man sich Herzchen, Sternchen und ein Katzenpfötchen auf alles mögliche sticken kann.

Abmahnwürdig findet Jack Wolfskin daran das Pfötchenmuster. Denn so gut wie alles, was nach Pfötchen aussieht und verkauft wird, sieht der Konzern als Verletzung seiner Markenrechte. Der deutsche Outdoor-Riese hat in der Vergangenheit schon gegen die „taz“ prozessiert und durchgesetzt, dass die Zeitung ihre „taz“-Pfote nicht einfach so auf Klamotten drucken darf. Nun hat Jack Wolfskin neue Gegner im Visier: Hobby-Schneider und Handarbeiter wie Martina Hopf.

Im Oktober verschickte die von Jack Wolfskin beauftragte Anwaltskanzlei Harmsen Utescher Abmahnungen per Einwurfeinschreiben mit angehängter Kostennote an Bastler, die Selbstgenähtes bei Dawanda verkaufen. SPIEGEL ONLINE liegen mehrere dieser Schreiben vor. Die von der Kanzlei errechneten Streitwerte (zwischen 20.000 und 25.000 Euro) und daraus abgeleiteten Gebühren (zwischen 850 und 1000 Euro) unterscheiden sich, die Formulierungen sind identisch. Die Kanzlei Harmsen Utescher erklärt den aus heiterem Himmel Abgemahnten erstmal einschüchternd, Jack Wolfskin gehöre, „wie Ihnen vermutlich bekannt ist, zu den führenden Herstellern von Outdoor-Equipment und Outdoor-Bekleidungsstücken“, könne in der Bundesrepublik „die Marktführerschaft beanspruchen“ und gehöre in Europa „zu den drei Marktführern“.

„Die Tatze unserer Mandantin ist markenrechtlich geschützt“

Dann kommen die Juristen zur Sache: „Die Tatze unserer Mandantin ist in Deutschland und vielen Ländern der Welt umfangreich markenrechtlich geschützt.“ Gegen diese Markenrechte hätten die Abgemahnten Bastler mit ihrer Handarbeit verstoßen. Die Forderungen der Kanzlei: Binnen zwei Wochen sollen die Abgemahnten die beigefügte Unterlassungserklärung unterschrieben zurücksenden, binnen drei Wochen die Gebühren an die Kanzlei überweisen.

Wenn nicht, wird Ärger angedroht: „Für den Fall, dass die gesetzten Fristen fruchtlos verstreichen, werden wir unserer Mandantin empfehlen, ohne weitere Vorankündigung gerichtliche Schritte einzuleiten.“

Jack Wolfskin bestätigt auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE dieses Vorgehen. Firmensprecherin Lena Fischer erklärt: „Die typische Jack Wolfskin Tatze ist als Marke geschützt. Daher dürfen Dritte keine ähnlichen oder identischen Zeichen für ähnliche und identische Waren, wie sie Jack Wolfskin anbietet, im geschäftlichen Verkehr benutzen.“

Jack Wolfskin sieht sich in der Abmahn-Pflicht

Das Unternehmen habe als Markeninhaberin „das Bestreben und die Pflicht, die Marke gegen ähnliche Drittzeichen zu verteidigen, da die Marke sonst geschwächt wird“. Man prüfe mit den Anwälten in jedem Einzelfall sehr gründlich, ob die Voraussetzungen einer Markenverletzung vorliegen. Es seien nur Anbieter abgemahnt worden, „deren Produkte die Markenrechte von Jack Wolfskin auch wirklich verletzen“. Die Abmahnungen gegen Dawanda-Anbieter seien „zwar bedauerlich“, doch es handele sich hier „um eindeutige Markenrechtsverletzungen“.

Es geht hier um Taschenspiegel, um Deckchen und kleine, niedliche Sticker, gebastelt von Heimarbeitern, die damit gewiss keine Millionenumsätze machen. Aber ihre Pfötchen-Designs sehen Jack Wolfskin zufolge der Firmenmarke einfach zu ähnlich. Sprecherin Fischer: „Anbieter, deren Artikel mit Pfotenabdrücken keine Ähnlichkeit zur Jack Wolfskin Tatze aufweisen, können ihre Artikel selbstverständlich weiter unbeanstandet verkaufen.“

Überhaupt habe man nur Anbieter abgemahnt, die „im geschäftlichen Verkehr handeln“. Laut Jack Wolfskin handelt ein Bastler gewerblich, wenn „in der Vergangenheit Verkäufe in einem gewissen Umfang getätigt wurden, wohingegen Kleinstanbieter, die beispielsweise nur ein oder zwei Produkte pro Jahr verkaufen, von uns natürlich nicht kontaktiert wurden“.

Handarbeitern drohen 10.000 Euro Vertragsstrafe

Hier geht ein Konzern nicht gegen Markenpiraten vor, sondern gegen Heimarbeiter. Das vergisst man leicht, liest man die Erklärung, die die Heimarbeiter gegenüber dem Klamottenkonzern abgeben sollen. Laut den in den SPIEGEL ONLINE vorliegenden Dokumenten identischen Forderungen sollen die abgemahnten Handarbeiter:

* Jack Wolfskin denjenigen Schaden ersetzen, der der Firma durch ihre Handlungen „in der Vergangenheit entstanden ist, entsteht und in Zukunft noch entstehen wird“.
* Jack Wolfskin binnen weniger Wochen „schriftlich Auskunft über die Umsätze“ erteilen, „die mit dem Vertrieb erzielt wurden“, über den „Umfang und die Art der getätigten Werbung, jeweils aufgegliedert nach Kalendervierteljahren, sowie nach den einzelnen Kostenfaktoren aufgeschlüsselten Gestehungskosten“ und der erzielten Gewinne.
* Jack Wolfskin schriftlich Auskunft über Hersteller, Lieferanten und andere Vorbesitzer, gewerblichen Abnehmer der hergestellten, ausgelieferten, erhaltenen oder bestellten Waren geben.

Bei Verstoß gegen die unterzeichnete Erklärung sollen 10.000 Euro Vertragsstrafe drohen.

Das Problem der Abgemahnten: Es könnte sein, dass ein Gericht gegen Jack Wolfskin entscheidet und die Sache ähnlich bewertet wie die meisten Bürger mit gesundem Menschenverstand: Wie kann ein Taschenspiegel, ein Sticker, eine Ohrstecker, der nichts mit Outdoor zu tun hat, nirgends die Marke Wolfskin erwähnt und von ganz anders aussehenden Pfotenabdrücken bedeckt wird, der Millionen-Marke Wolfskin schaden? Es ist aber leider nicht sicher, dass ein Gericht so urteilt. Eine der Abgemahnten bringt es auf den Punkt:

„Wolfskin hat mehr Geld, um mit einem Batzen Gutachten auf die Verwechslungsgefahr zu pochen. Ich hatte zwar den Willen, aber einfach nicht das Geld, mich da irgendwie weiter zu rechtfertigen. Bei dem Streitwert kann nicht einmal ein befreundeter Anwalt tätig werden. Schon die Gebühren für Verfahren am Oberlandesgericht sind zu hoch.“

Viele der Abgemahnten haben Angst vor den Anwälten des Konzerns, wollen deshalb nicht namentlich in Artikel erwähnt werden. Umso lauter ist der Aufschrei im Web – seitdem das rabiate Vorgehen Wolfskins bekannt wurde, empören sich Blogger über die Angstkampagne der Firma.

Kann man Ohrstecker mit Outdoor-Klamotten verwechseln?

Auch wenn es formaljuristisch korrekt ist – das Vorgehen des Bekleidungskonzerns wirkt in jeder Hinsicht überzogen. Jack Wolfskin schlägt mit der Abmahnkeule nicht auf professionelle Markenpiraten ein, die mit gefälschten Produkten Profit mit der Tatzen-Marke machen. Die Abmahn-Opfer sind Bastler, die gar nicht auf die Idee kommen, dass man ihre Werke mit den Kunststoff-Jacken und -Schuhen des Tatzen-Konzerns verwechseln könnte.

Die von Jack Wolfskin angeführte Gefahr einer Verwässerung der Marke besteht tatsächlich: Wenn ein Unternehmen nachweislich nicht gegen die Nutzung seiner geschützten Warenzeichen oder zumindest ähnlichen Mustern vorgeht, kann es sein, dass die Marke irgendwann vor Gericht nicht mehr gegen echte Markenpiraten verteidigt werden kann. Aber gegen die Verwässerungsgefahr muss man nicht mit Abmahnungen vorgehen. Ein freundliches Schreiben, das die Problematik erklärt und die Betroffenen bittet, ihre Muster anders zu gestalten, wäre ausreichend. Wer darauf nicht reagiert, kann immer noch abgemahnt werden.

So ein Schreiben mit dem Hinweis auf die Markenproblematik wäre besserer Stil als eine Abmahnung mit Kostennote ohne Vorwarnung.

Wolfskin: „Kleinhändler für Entstehung der Kosten verantwortlich“

Das sieht Jack Wolfskin ganz anders. Ob es tatsächlich notwendig sei, verhältnismäßig kleine Anbieter gleich abzumahnen? Natürlich. Wolfskin-Sprecherin Fischer: „Auch derartige Kleinanbieter sind, wenn sie sich mit ihren Produkten in den geschäftlichen Verkehr begeben, dazu verpflichtet, vor Bewerbung und Verkauf dieser Produkte die Verletzung von Markenrechten Dritter zu überprüfen beziehungsweise auszuschließen.“

Man habe bei den Handarbeiter-Fällen darauf geachtet, „die Kosten möglichst gering zu halten“. Dass die Kosten in Höhe von 991 Euro für Kleinunternehmer „noch immer verhältnismäßig hoch“ sind, gesteht die Wolfskin-Sprecherin ein. Aber: „Der Kleinhändler ist für die Entstehung der Kosten verantwortlich, da er markenverletzende Ware verkauft hat und wir dadurch zur Verteidigung unserer Marke gezwungen waren.“ Und überhaupt diene so eine Abmahnung der „schnellen und relativ kostengünstigen Beendigung der Angelegenheit“.

Eine Botschaft, die man durchaus als Drohung verstehen kann, hat Jack Wolfksin noch: Eine Abmahnung verhindere „zusätzliche häufig weit höhere Kosten im Falle einer Einschaltung der Gerichte“.

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