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buy-nothing-day

mir kaufed nix:

Kannst du dir vorstellen, einen Tag lang einfach mal nichts zu kaufen? Genau das will der „Buy Nothing Day“, der morgige Kauf-Nix-Tag am Samstag, dem 28. November. Ein internationaler Aktionstag, an dem Menschen aus über 60 Ländern ihren Konsum für 24 Stunden symbolisch verweigern. Ziel dieses Protests ist es, ein Bewusstsein für die Folgen des ungehemmten Konsumierens zu schaffen.

Die Idee eines „Konsumfastentags“ stammt von dem Künstler Ted Dave aus Kanada. Frustriert über den täglichen Konsumwahn, initiierte Dave, damals Grafiker beim Georgia Straight Magazine, 1992 den ersten Kauf-Nix-Tag in Vancouver. Die amerikanisch-kanadische Organisation Adbusters griff seine Idee auf und machte daraus einen weltweiten Aktionstag zum Thema Konsumverweigerung. Dieser findet seitdem immer einen Tag nach Thanksgiving statt, dem geschäftigsten Shopping-Tag des Jahres in Nordamerika.

„Es gibt nur einen Weg, den Kollaps dieses Experiments des Menschen mit dem Planeten Erde zu verhindern: Wir müssen weniger konsumieren“, so Adbusters zum weltweiten Happening. Fernseher, Handys und Computer sollen ausgeschaltet werden, Autos stehen bleiben und ein „Ramadan-ähnliches Fasten“ zelebriert werden.

Was soll ein solcher Protesttag, wenn wir die restlichen 364 Tage im Jahr weiter konsumieren? Die Antwort ist denkbar einfach: ein Zeichen setzen! Der Kapitalismus lässt sich nicht an einem Tag in die Knie zwingen. Es geht darum, „dem Konsumenten seine Marktmacht zurückzugeben“, erklärt der Gründer Ted Dave.

Neben der symbolischen Konsumverweigerung gibt es für Konsumenten und Verbraucher viele Möglichkeiten, diese Macht zu demonstrieren: zum Beispiel durch den Wechsel zu sauberem Strom und den Kauf von regionalen und saisonalen Produkten. Oder man kauft einfach weniger und achtet dafür auf bessere Qualität.

aus: greenpeace-magazin; mehr zum buy-nothing-day bei adbusters.org und hier

stadt – land – kunst

Wenn Künstler die Stadt entdecken: Spannende Interventionen verändern Stuttgart

Nicht nur im Osten viel Neues: Unter dem Label „Distriktost“ toben Studierende der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Hochschule der Bildenden Künste Saar noch bis Juli 2010 gemeinsam durch den östlichen Stadtteil Stuttgarts. Home- und Forschungsbase der „wild gemischten Truppe aus aller Welt“ ist das im Juli 09 eröffnete Performance Hotel in der Gablenberger Hauptstraße. Im künstler-besetzten Winzerhaus gibt’s kostenlose Übernachtungen gegen Performances und die laufen quasi Non-Stop. Zuschauer und Gäste zahlen zwischen 3 und 15 Euro, je nachdem ob’s ein Platz auf dem Schlafsack, eine Liege oder eine Matratze mit Bettzeug sein darf. Das Frühstück am nächsten morgen kostet für alle fünf Euro. Auch Hyun-Hee Im wird wohl gratis wohnen: Sie wartet in Kürze mit der Koch-Aktion „Erotik Restaurant“ auf. Wer jetzt glaubt, dass sich nur abgedrehte Avantgarde-Künstler zu den Performances treffen, der irrt: Beim Europanopanik-Picknick vorm Kulturinstitut der Republik Ungarn begrüßte Ministerialrat Joachim Urban die Besucher und im Oktober lud die Stadtplanerin Nicola Poppitz zum Werkstattgespräch über „Viele Autos, viele Menschen – was bewegt die Stadt?“. Auch eingesessene Vierteles-Schlotzer aus der Nachbarschaft wagen einen Blick über den kulturellen Tellerrand. „Beim Stadtfest gab es großes Interesse an unserem Haus und den Aktionen“, erzählt Prof. Georg Winter von der HBK Saar. Zur Langen Ostnacht eröffnete beispielsweise Arne Menzel die Pekingnesische Botschaft und Byung Chul Kim lud zum offiziellen Mirabellen-Weitspucken. Einige Wochen später installierten Franz Helffenstein und Nikolaus Schrot das Solidarecycling: Mit 20 gut sichtbar befestigten Farbeimern reagieren die beiden Studenten auf die „Sammlerkultur“, die nach Einführung des Flaschen- und Dosenpfands entstanden sei. „Alle unsere Projekte setzen sich ganz klar mit den Vor-Ort-Bedingungen der Stadt auseinander. Wir hoppeln nicht am Kunstmuseum rum, sondern wollen den geschützten Museumsbereich verlassen und uns bewusst in Alltagsrealität integrieren, denn da gehört Kunst eigentlich auch hin. Künstler sind ja auch Menschen, die oft mit wenig Geld zurecht kommen müssen“, so Georg Winter. „Dabei erfahren wir auch, welche Probleme gesellschaftlich tatsächlich relevant sind und können dazu beitragen, dass die Gesellschaft selbst Ideen und Lösungen entwickelt. Damit appellieren wir auch, nicht an Kunst und Kultur zu sparen, will man der Angstgesellschaft nicht Tür und Tor öffnen – es sind meist totalitäre Systeme, die auf experimentelle Kunst verzichten.“ Ganz so politisch sieht das Stuttgarter Observatorium Urbaner Phänomene, kurz seine Mission nicht, folgt aber ebenfalls dem Trend, Nischen der Stadt für künstlerische Intervention zu nutzen. Zehn Jahre lang wollen die fünf Initiatoren das ober- und unterirdisch stattfindende Großprojekt S21 beobachten und dazu in einem Hochhaus am Rande der Baustelle ein Begleitbüro einrichten. Dort soll ein Archiv entstehen, in dem alles gesammelt und dokumentiert wird, was in der Nachbarschaft während der Bauphase auffällt. Auch Künstlerkollegen sollen hier einen Aktionsraum finden. „Im Mittelpunkt steht immer die Frage, inwiefern sich solche Konversionsprojekte auf Stadt und Bewohner auswirken“, sagt Michael Gompf, Künstler und Kurator. Zweite Auftaktveranstaltung war die „Platzbeleuchtung“ mit drei Laternen, die die Abbrucharbeiten überlebt haben – eine „Würdigung des wundersamen Ortes“, an dem nach Londoner Vorbild auch ein „speaker`s corner“ entstehen soll. Wichtig ist der Soup-Group, dass sie weder von Befürwortern noch von Gegnern instrumentalisiert werden. „Klar haben wir den Vorteil, dass Kunst kritisch sein darf, unsere Intention zielt aber auf eine Art Parallelbohrung: Wir wollen die Veränderungen jenseits der polaren S21-Diskussion beobachten.“ Wer mehr erfahren möchte: Am 10. November stellt das Observatorium sein Projekt an der Akademie Schloss Solitude vor.
Auch Einzelkünstler zieht die Brache hinterm Bahnhof magisch an. So startete die Stuttgarter Künstlerin Justyna Koeke im Oktober eine Regenbogen-Performance, bei der skurile schwarze Gestalten einen farbenfrohen Regenbogen schufen. „Als Symbol des gnostischen Gedankens, dass aus `Schlechtem`- in diesem Fall das Brachland – viel Gutes entstehen kann“, sagt Justyna Koeke, die abends auch im Interventionsraum in der Marienstraße zu erleben war. (Die Stadtbücherei zeigt in der Infogalerie übrigens Fotos und Filme der Performance). Auch hier, im ehemaligen Ladengeschäft wird bürgernah performt und ausgestellt, werden Passanten und Beobachter in künstlerische Diskurse einbezogen – Ein Trend der immer beliebter wird. Michael Gompf weiß wieso: „Künstler zieht es seit je her in Off-Locations, dazu sind Stadtplaner in Paris und Stuttgart klug genug und schaffen bewusst Anreize um Künstler in bestimmte Stadtgebiete zu locken. Sie wissen: Wo Künstler hinkommen, verändert sich die Umgebung nachhaltig.“ distriktost.wordpress.com, performancehotel.wordpress.com, www.justynakoeke.com, www.interventionsraum.de Fotos: distrikt ost

mach’s dir selbst

Neuer Trend: Basteln oder Warum selber machen glücklich macht

Vor 30 Jahren sorgten selbst gemachte Geschenke meist eher für lange Gesichter und außer Tante Trudi freute sich kaum jemand über senfgelbe Makramee-Eulen, dicke braune Wollmützen oder selbst geklebte Kerzenständer. Aber diese Zeiten sind zum Glück vorbei: Basteln boomt, selber machen mit Qualitätsanspruch ist angesagt. Vor allem eigens bestempelte Einladungs- oder Dankeskarten in kleiner Auflage sind derzeit ein Renner und nicht selten kleine Kunstwerke, auf jeden Fall aber hübsch persönlich. „Sogar Makramee kommt wieder, zum Beispiel um Ketten zu knüpfen“, weiß Ulrich Bosch, Filialleiter beim idee Kreativmarkt Stuttgart.

Back to the roots heißt derzeit die Devise auf dem Do-It-Yourself-Markt und so erfreuen sich Dekomalereien, Serviettentechnik, Stricken, Nähen oder Schmuckgestalten großer Beliebtheit. Zugegeben, die Nachfrage nach richtig klassischen Basteleien ist sowohl im Einzelhandel als auch bei den Volkshochschulen rückläufig – die VHS Ludwigsburg bietet gar nur noch Strick- und Nähkurse an. Anders bei den Kollegen in Esslingen: „Wir verknüpfen Klassisches mit modernen Akzenten – zum Beispiel bei Schmuck-, Filz- oder Pappmaché-Kursen – und haben großen Erfolg damit. Wir vermuten, dass vor allem der Mehrwert Grund dafür ist, wenn Teilnehmer also Know How und Endprodukt mit nach Hause nehmen können“, sagt Bernhard Wiesemeier von der VHS Esslingen. Unverändert sei übrigens der Run auf saisonal bedingte Basteleien, wie Kränze zu Weihnachten und Ostern, Windlichter und Lampions für die Gartenparty oder Drachen und Hexen zu Halloween.

Auch und gerade junge Mütter basteln wieder gerne mit und für ihre Kinder, zum Beispiel Tina Bähring, (35) Designerin aus dem Stuttgarter Osten: „Ich hab zwar schon immer gern gebastelt und alles ausprobiert – vom Töpfern bis zum Nähen – aber erst seit meine Tochter Ada auf der Welt ist, nehme ich mir wieder mehr Zeit für selbst Gemachtes. So habe ich mit Stoffresten und Glasperlen ganz spezielle Bilder fürs Kinderzimmer gemacht oder eine Eulentasche genäht, weil Ada Eulen so gerne mag.“ Dieser Tage ist auch das bekrabbelbare Kinderhaus fertig geworden, das in familiärer Zusammenarbeit entstanden ist. „Selber machen ist – vor allem wenn man die Zeit mitrechnet – oft nicht viel günstiger als kaufen, aber das Gefühl dabei ist einfach unbezahlbar und ich kann absolut individuelle Unikate herzustellen. Manchmal muss ich allerdings meinen inneren Schweinehund überwinden. Dann sag ich mir, heute abend schaue ich nicht fern sondern mache ein Fotoalbum für eine gute Freundin. Dabei schalte ich total ab, weil ich mich ganz auf die Arbeit konzentrieren muss, erlebe den Urlaub in Gedanken nochmal mit, bin hinterher stolz und habe das Gefühl, einen produktiven Abend gehabt zu haben. Außerdem freut sich der Beschenkte, denn sind wir mal ehrlich: Auch gekaufte Geschenke können Müll sein.“ Keine Frage: Gebasteltete Geschenke sind heutzutage weit weg von zerknautschten Salzteigpuppen und was ganz schwer zählt, ist der Gedanke, dass sich jemand wirklich Zeit für mich genommen hat. Ihre Bastel-Materialien findet Tina Bähring übrigens am liebsten und haufenweise auf Flohmärkten. Guter Tipp für alle, die in Zeiten klammer Kassen auf ihre Ausgaben achten müssen, denn auch die finanzielle Situation ist oft Auslöser für Do-It-Yourself: „Wir rechnen damit, dass Leute künftig wieder mehr selber machen,“ sind sich die Bastelwarenhändler aktuell einig. Deshalb bietet das Bastelparadies Grass in Nürtingen seinen Kunden jeden Samstag ein besonderes Bonbon: „Wir haben dann immer eine Vorführung, um neueste Trend vorzustellen und Impulse zu geben, denn jeder kann kreativ sein, man muss es sich nur zutrauen“, ist Inhaberin Marina Grass überzeugt. Wer ein bisschen mehr Anregungen braucht, kann auch eine Kreativ-Beraterin buchen: Katja Bäumlisberger aus Ludwigsburg bringt statt Tupper& Co. die besten Ideen für kunstvolles Recyceln, kreatives Designen und selber machen nach Hause. www.dawanda.de

die expo-kugel

Stuttgarter Forscher entwickeln leuchtende Riesen-Kugel für die Expo 2010

Runde Sache

Die Expo-Kugel repräsentiert Deutschland, wiegt über eine Tonne und pendelt trotzdem majestätisch. Fast schwerelos und schillernd dreht sie ihre Runden, ihre leuchtende Multimedia-Oberfläche lässt Zuschauer staunen und keiner würde vermuten, dass sie Monate lang heftige Gewichtsschwankungen hatte.


Foto: Koeln Messe

Im Mai 2010 hat die Hightech-Kugel made an der Uni Stuttgart ihren ersten Auftritt vor den Augen der Weltöffentlichkeit, wenn sie von Besuchern der Expo in Shanghai in Bewegung gesetzt wird. Im deutschen Pavillon „balancity“, der vom Minsterium für Wirtschaft und Technologie verantwortet und von der Koelnmesse International organisiert wird, hält eine dünne Stange den VW-Bus großen Ball mit drei Metern Durchmesser und 400 000 strahlenden Leuchtdioden, der dank winziger Motorbewegungen so wirkt, als ob er auf einem unsichtbaren Orbit durch den dunklen Raum schwebt. Über Akkustik-Signale kann das Kugel-Pendel zum Schwingen gebracht werden und während es auf Zuruf hin und her pendelt, erscheinen auf der Oberfläche bunte Bilder sowie Filme aus Deutschland. Das von Stuttgarter Forschern entwickelte Antriebskonzept sorgt dafür, dass sich die Kugel zuverlässig in die gewünschte Richtung bewegt. Rund eineinhalb Jahre tüftelte das Uni-Team daran, die Idee des Ausstellungs-Gestalters Milla und Partner aus Stuttgart umzusetzen. „Die größte Herausforderung war dabei die Tatsache, dass wir aufgrund des ehrgeizigen Zeitplans keinen Prototyp bauen und keine Tests durchführen konnten. Um so stolzer sind wir darauf, dass die Kugel ihren momentanen Testbetrieb in Shanghai seit ihrem Aufbau bislang fehlerfrei absolviert“, sagt Prof. Dr. Dipl.-Ing. Peter Eberhard vom Institut für Technische und Numerische Mechanik ITM. Allein mit Hilfe von Rechnersimulationen fand das Pionierteam unter anderem heraus, wie viele Leuchtdioden und Controller, die Konstruktion verträgt, welche Sensorik geeignet ist, wie Strom-Kabel laufen müssen, dass sich die Kugel um ihre eigene Achse drehen lässt, ob sie an einer Stange oder an einem Seil hängen soll, wie groß der Motor sein darf, damit der frei schwebende Eindruck entsteht und welche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden müssen, denn die Besucher kommen der Kugel ganz schön nahe. Außerdem soll das Pendel mindestens sechs Monate und über 14 000 Vorstellungen lang einwandfrei funktionieren. „Als wir unseren Entwurf beim Wettbewerb einreichten, wussten wir, dass das Kugelpendel realisierbar ist. Wie es nachher tatsächlich wird, konnte keiner sagen, denn die Detailfragen waren Ingenieurleistungen, die wir in vielen Diskussionen und parallelen Kontroll-Berechnungen klären mussten“, erklärt Peter Eberhard. Hier waren interdisziplinäre Kenntnisse gefragt und so arbeiteten verschiedene Institute, Kreativpartner und viele Firmen zusammen, um die hohe Pendelmasse sicher auf ihren Weg zu bringen. Vom hohen Praxisbezug profitierten auch Studierende, die über Studien- und Diplomarbeiten ins Projekt Expo-Kugel eingebunden waren. Wann immer möglich wurden Arbeiten im Umkreis von 30 Kilometern vergeben, deshalb stammen Licht-, Ton- und Medientechnik aus der Region, lediglich die Stahlkonstruktion fertigte eine Firma in Bayern. Dann der große Moment: In einer Stuttgarter Halle rotierte das Kugelpendel zum ersten Mal – und lief reibungslos. Auch der TÜV gab Anfang Oktober sein Okay zum Betrieb, bevor das Ausstellungs-Stück verschifft wurde. Und weil man so ein Kugelpendel „nur einmal im Leben baut“, fliegt das Entwicklerteam natürlich zur Expo, um die futuristische Wunderkugel an ihrem Einsatzort erleben zu können. „Dabei geht es um mehr als hören und sehen – allein der Luftzug den man spürt, wenn die Kugel an einem vorbei fliegt, ruft auch unglaubliche Emotionen hervor. Manche meinten sogar, die Kugel spreche zu ihren Beobachtern“, sagt Peter Eberhard mit einem Schmunzeln. Wo sich das Pendel nach der Weltausstellung drehen wird, ist noch nicht raus. Denkbar ist ein Platz im Museum, denn von den Wartungskosten abgesehen, passt die Kugel eher nicht ins deutsche Standard-Wohnzimmer. www.youtube.com
www.uni-stuttgart.de

dekumo 2009

Die Dekumo geht in die sechste Runde und überrascht wieder mit außergewöhnlicher Location und noch originelleren Ausstellungs-Stücken: DEsign, KUnst und MOde aus dem Kessel sind dieses Jahr stilecht in der Kulturarena Wangen (Ex-Theaterhaus) zu sehen – ideales, vorweihnachtliches Jagdrevier für hochwertig-künstlerische Gaben. Zum Verschenken oder Selbstbehalten. Außerdem: Rahmenprogramm mit Fahrradfeinkost, Kinderspielbereich mit Betreuung, Minigolf-Parcours und Portrait-Station. 04.-06.12.2009, Ulmer Str. 241, S-Wangen, www.dekumo.de

Die Dekumoisten

Die Aussteller auf der DEKUMO lassen in ihre Entwürfe Sinnlichkeit und Herzblut, in manche sogar ihre Spiritualität einfließen. Da sind Arbeiten, die sehr persönlich sind und auch einen entsprechenden Zugang zu den Menschen bieten, die sie geschaffen haben. Das mögen dann auch Menschen sein, die gerne und offen über ihre Schaffens- und Lebenskonzepte sprechen, da sie diese als untrennbaren Teil ihrer Produkte empfinden.

Viele der Aussteller und Ausstellerinnen sind einem Handwerk, einer Tätigkeit, einer Arbeitsweise verpflichtet, die sie sich zum Teil auch selbst erfunden haben. Alle arbeiten mit den Möglichkeiten der Farbe, der Form und der Materialität, mit Stil und Zitat, mit Emotionen und Erinnerungen, mit Funktion und Sinn.

Wir begegnen hier auf der DEKUMO Designern und Designerinnen in unterschiedlichen Momenten ihrer Entwicklung. Einige stehen ganz am Anfang, probieren sich und ihre Entwürfe aus, produzieren sie in den Küchen ihrer Wohnungen in kleinsten Auflagen. Andere sind bereits professionalisierter, haben Büros, Studios, Ateliers oder Werkstätten, versteckt in den Hinterhöfen unserer Städte.

Und dann gibt es auch viele, die noch einen Schritt weiter sind, die in Auflagen produzieren, die Vertriebswege suchen, die Zulieferer haben und sich in den Versuchungen und Herausforderungen eines globalen Wirtschaftsraums positionieren. Hier beweist sich dann die Überzeugung, dass die Geschichte eines Produkts, seine Herstellung, ein Teil des Produktes ist, den der Konsument kennen und beurteilen will und für den er bereit ist, einen Preis zu bezahlen.

grafik: dekumo

stuttgarter buchwochen

Alle Jahre wieder: Bis zum 13. Dezember öffnet das Haus der Wirtschaft täglich die Türen für die Stuttgarter Buchwochen. Gastland ist heuer Finnland, Musik das Schwerpunktthema. Zahlreiche Lesungen, Filmvorführungen, Kinder-Events, Konzerte, Workshops und Präsentationen begleiten die Buchwochen. Zwei der vielen Highlights sind die Stuttgarter Kriminacht am kommenden Samstag oder John von Düffels Besuch mit „Die besten Jahre“. Alle Infos und das gesamte Programm gibts auf www.buchwochen.de

hübsch auf den punkt gebracht: die 100 nervigsten phänomene der litaratur-szene – druckfrisch zur leipziger buchmesse – zum durchklicken auf www.welt.de

mein nerv-favourite: „…die belehrenden Seminar-Aufsätze der Literatur-Domina Thea Dorn…“

Mini-Kamera für Tiere
Katzen spähen ihre Nachbarn aus

Von Konrad Lischka

Mit der Umhänge-Kamera eines deutsche Ingenieurs dokumentieren Katzen ihren Alltag: Sie mischen Kindergeburtstage auf und brechen in fremde Häuser ein. SPIEGEL ONLINE zeigt die besten Bilder – eingeschickt von Katzen-Freunden aus den USA, England und den Niederlanden.

Es war eine nette, witzige Idee. Der deutsche Ingenieur Jürgen Perthold wollte wissen: Was macht mein Kater den ganzen Tag? Er baute eine Mini-Kamera, hängte sie seinem Kater Lee um und ließ ihn fotografieren: Die rothaarige Katze hinter dem hohen Stahlzaun der Nachbarn, den hageren schwarzen Konkurrenten, das Vogelhäuschen im Wald. Vor zwei Monaten stellte Perthold die Fotos ins Internet – seither kann er sich vor Anfragen kaum retten: Katzen-Freunde aus aller Welt wollen die „Cat-Cam“ haben. Aus der niedlichen Idee ist ein Geschäft geworden.

foto: spiegel online

Jetzt sucht er mit seiner Frau Jenny sogar Mitarbeiter, die Katzen-Kameras zusammenbauen. Die Pertholds, die in South Carolina leben, müssen mehrere hundert Bestellungen für die Katzenkamera abarbeiten. Gut hundert Kameras haben sie schon zusammengebaut und verschickt.

weiterlesen/ganzer artikel auf spiegel online

schöne karten – guter zweck

weihnachtskarten südwerk stiftung auch dieses jahr gibts bei der südwerk stiftung wieder hübsche weihnachtskarten, der erlös kommt entwicklungshilfe-projekten in ecuador, ghana und peru zugute.
auf www.suedwerk.org die karten ansehen

der tod ist bunt

Barbara Rolf lädt ein:

Am 5. November 2009, um 19h hält die Rechtsanwältin, Fachanwältin für Medizinrecht und Buchautorin Petra Vetter einen Vortrag zum Thema „Selbstbestimmung am Lebensende“

Viele Menschen haben Angst davor, als „Opfer der Apparatemedizin“ zu enden, dadurch einen „unwürdigen Tod“ zu sterben oder „Lebensverlängerung um jeden Preis“ erdulden zu müssen. Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten können hiervor als Instrumente der Selbstbestimmung wirksam schützen. Allerdings sollte man bei der Erstellung dieser Dokumente Sorgfalt walten lassen, um die Rechtsverbindlichkeit schließlich auch zu garantieren.

Dargestellt anhand von Fällen aus der Praxis wird die Rechtsanwältin und Fachanwältin für Medizinrecht, Petra Vetter, einen Überblick über

die unterschiedlichen Vorsorgemöglichkeiten und ihre verbindliche Ausgestaltung geben.

Der Eintritt ist frei, über eine freiwillige Gabe freuen wir uns.

Am Sonntag, dem 29. November 2009, um 18.30h referiert Barbara Rolf zum Thema: „Arbeit an der Grenze des Lebens. Erfahrungen einer Bestatterin“

Mit Raum für Fragen und Austausch.
Der Eintritt ist frei.

Dietlind Schaale beschließt das Jahresprogramm am Montag, dem 7. Dezember 2009, von 19.30-21h mit meditativen Tänzen:

„Die Geburt des Lichts“

In der Adventszeit, der dunkelsten Zeit des Jahres, wird das Licht geboren. Meditative Tänze führen uns an dieses Thema heran und möchten uns für die Geburt des göttlichen Lichtes in uns öffnen. Wir lassen uns einstimmen mit Musik aus Klassik und Folklore.
Voraussetzungen für die Teilnahme gibt es keine, außer Freude an Bewegung und Musik.

Bitte melden Sie sich an.
Der Eintritt ist frei, über eine freiwillige Gabe freuen wir uns.

Bestattungen Rolf
Dipl. theol. Barbara Rolf
Bruno-Jacoby-Weg 8
70597 Stuttgart
T: 0711/67321471
F: 0711/67321472
info@barbara-rolf.de
www.barbara-rolf.de

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