freie aktive schule stuttgart

Einzige Freie Aktive Schule Stuttgart in Degerloch

Lern doch wie du willst

Tim hat heute keine Lust auf Lesen – und das ist gut so. Denn Tim entscheidet selbst, wann und in welchen Unterricht er geht: In der ersten und einzigen Freien Aktiven Schule Stuttgart stehen den Kindern Lehrer, Arbeits-, Musik-, Bewegungs- und Werkstatträume ganz nach Gusto zur Verfügung. „Unsere Unterrichts-Angebote haben Projektcharakter und die Kinder können nach eigenem Rhythmus lernen“, erklärt Schul-Geschäftsführerin Gabriele Groß das Prinzip der Freien Aktiven Schule, die es auch in Esslingen, Filderstadt, Tübingen, Reutlingen und Karlsruhe gibt.

Was wie pures Laissez Faire klingt, fußt auf handfesten reformpädagogischen Konzepten, die Lernen als von innen gesteuerten, natürlichen und lebenslangen Prozess begreifen. Gabriele Groß sieht das so: „Wir gehen davon aus, dass Kinder von Natur aus genügend Motivation und Lust am Lernen mitbringen, die bei den meisten durch Einwirkung von außen verloren geht. Wir wollen dazu beitragen, dass dieser natürliche Prozess erhalten bleibt. Kinder brauchen Zeit und wenn ein Kind bei uns etwas verweigert, reflektieren wir Gründe und Verhalten mit dem Kind im Gespräch. Das erfordert natürlich jede Menge Engagement und dass man permanent hinschaut, auf jeden einzelnen Schüler und seine ganze Persönlichkeit eingeht. Aber wir halten das für eine gute Alternative zur reinen Kontrolle sowie zum Leistungs- und Notendruck.“ Deshalb will die Freie Aktive Schule ein Lernort mit vielfältigsten Anreizen sein – zum Beispiel mit Montessori-Materialien, Themenwochen, Projektarbeiten und Ausflügen, die sich Kids eigenen Impulsen gemäß als neue Herausforderung suchen können.

Auch der „ganz persönliche Stundenplan“ zielt auf eine reguläre Abschlussprüfung ab, die die Schüler an einer fremden Schule absolvieren. „Dafür suchen wir noch eine Schule, die mit uns kooperieren kann“, so Gabriele Groß. Rund 80 Schüler zwischen sechs und dreizehn Jahren besuchen derzeit die alternative Schule, die kürzlich in neue Räume an der Hohen Eiche in Degerloch gezogen ist. Startschuss für die Freie Aktive Schule fiel übrigens mit der staatlichen Anerkennung im Jahr 2002 sowie mit zehn Schülern. „Wir sagen zwar nicht, dass wir es besser machen, aber wir wollen Beispiel dafür sein, dass man es erfolgreich und nachhaltig anders machen kann, wenn man die richtige innere Haltung findet.“ Fürs Lehrer-Kollegium heißt das konkret: Die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten, als „kleine Erwachsene“ zu sehen und außerdem auch selbst immer wieder dazu lernen wollen. Die meisten Lehrer der Freien Aktiven Schule schlagen schon während ihres Studiums einen reformpädagogischen Sonderweg ein. „Trotz vieler Vorbehalte bekommen wir von allen die uns näher kennen lernen ein positives Feedback. Viele sind sehr überrascht, dass man so eine Art Schule umsetzen kann. Deshalb wollen wir in absehbarer Zeit auch einen Kindi und Nachmittagsbetreuung aufbauen und einen Förderverein gründen, damit die Kinder früher und intensiver mit unserem Konzept vertraut werden“, so Gabriele Groß. Einziger Wermutstropfen: Die Schulgebühren liegen bei 200 Euro monatlich – reine Privatleistung versteht sich. www.fas-stuttgart.de

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