kräuterpädagogen mit biss

Gesund ins Gras beißen mit einer Ausbildung zum Kräuterpadagogen
Un-Kräuter zum Genießen

Um mittelalterliche Kräuterhexen und Hexenküchen ranken sich einige wilde Mythen: Von zahnlosen, buckligen Frauen und stinkendem Gebräu ist die Rede, das jeden Zweifler augenblicklich in Kröten verwandelt. Heute nennen sich von Berufs wegen kräuterkundige Frauen offiziell Kräuter-Pädagogen – sie erforschen mit Kindergartenkindern spielerisch Feld, Wald und Wiese, halten Vorträge, verköstigen bei Events mit Wildrosenblüten-Pesto, Zucchini-Zitronenmousse oder Brotaufstrichen und kochen Seifen, Salben und Haarshampoos. Birgit Dirschka ist eine von ihnen.

Die gelernte Hotelfachfrau aus Remseck absolvierte ihre Ausbildung im Jahr 2008, als der Lehrgang Kräuterpädagoge noch ein Projekt der Landfrauen und des Ministeriums für Ländlichen Raum war. „Damals wurde die Ausbildung noch gefördert und war entsprechend günstig, heute kostet sie 2500 Euro“, so die Präventologin und Kräuter-Expertin. In 14 Monaten erfahren Teilnehmer alles über heimische Ethno-Botanik und ihre Verwendung für Gesundheit, Küche, Kleidung, Energie und Kreativität – Praxisbezug und botanisches Wissen stehen klar im Mittelpunkt, am Ende gibt’s drei Prüfungen und ein Zertifikat.

„Menschen und Pflanzen haben eine unabdingbare Beziehung – es wird Zeit, dass wir wieder mehr darüber erfahren, was die Natur uns bietet, dass wir Löwenzahn, Gundelkraut & Co. Schätzen lernen. Wir als Kräuterpädagoginnen können dabei zeigen, wie man ins Gras beißen kann, ohne dass man Schaden nimmt“, sagt Birgit Dirschka. Auch wenn die Männer auf dem Vormarsch sind, ist Kräuterkunde offenbar immer noch Frauensache.

„Für manche ist die Ausbildung zur Kräuterpädagogin auch eine willkommene Zusatzausbildung zum Arzt-, Lehrer-, Gärtner-, Verkäufer- oder Gastronomenberuf. Für mich ist es eine Berufung, die Spaß macht und anderen Freude bringt. Das Tolle ist, dass altes und in vielen Zeiten verbotenes Wissen wieder verfügbar wird. Wir können heute ganz legal aus dem Vollen schöpfen und die Natur mit allen Sinnen erfahren.“ www.gundermannschule.de, www.ig-wildkräuter.de, www.kraeuterpaedagoge-baden-wuerttemberg.de, www.wildkraeuter-gastlichkeit.de

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