von wegen teurer atomausstieg: erneuerbare sind wirtschaftlicher gewinn!

Neuste Pressemitteilung der Agentur für erneuerbare Energien:

Erneuerbare Energien sind gesamtwirtschaftlicher Gewinn

Steigender regenerativer Anteil am Strommix senkt den Großhandelspreis für Strom und vermeidet externe Kosten der konventionellen Energieerzeugung

Berlin, 13. Oktober 2011 – Strom aus Erneuerbaren Energien verursacht über seine Förderkosten hinaus keine nennenswerten Kosten für die Volkswirtschaft. Bezogen auf eine Kilowattstunde (kWh) im aktuellen deutschen Strommix, fällt der Beitrag für die so genannte EEG-Umlage mit derzeit rund 3,5 Cent deutlich geringer aus, als die volkswirtschaft-lichen Folgekosten der konventionellen Stromerzeugung. Müssten die fossil-nuklearen Energieträger ihre externen Kosten, etwa für Schäden an Klima, Umwelt und Gesundheit, einpreisen, so wäre die durchschnitt-liche Kilowattstunde aktuell mindestens 5,4 Cent teurer.

„Die versteckten Folgekosten der konventionellen Energieträger findet man auf keiner Stromrechnung. Die Förderung der Erneuerbaren Energien hingegen ist transparent und nachvollziehbar kalkuliert – und wird genau deswegen häufig kritisiert“, betont Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien. „In der aktuellen Diskussion um die EEG-Umlage sollte daher nicht vergessen werden, dass ein steigender Anteil Erneuerbarer Energien am Strommix diese externen Kosten reduziert. Davon profitieren Staatshaushalt und Steuerzahler“, so Vohrer.

Zudem senken Erneuerbare Energien nachweislich den Börsenstrompreis an der Leipziger Energiebörse (EEX), wovon insbesondere Stromversorger und energieintensive Industrie den größten Nutzen haben. Dank niedriger Grenzkosten verdrängen Wind- und Sonnenstrom den teuer erzeugten konventionellen Strom zunehmend vom Markt („Merit-Order-Effekt“). Dadurch sank 2009 der Strompreis am Spotmarkt der EEX um 0,6 Cent pro Kilowattstunde. Durch diesen Effekt bleibt der Strompreis auch am Terminmarkt für die kommenden Jahre – trotz steigender fossiler Brennstoffpreise und abgeschalteter Atomkraftwerke – auf stabilem Niveau.

Nach den Regelungen des EEG genießen Erneuerbare Energien Vorrang bei der Einspeisung ins Stromnetz. Dadurch verschiebt sich die Nachfragekurve: Erneuer-bare Energien reduzieren die Nachfrage nach konventionellem Strom mit höheren Grenzkosten. Die Börsenstrompreisen sinken oder bleiben trotz gestiegener Rohstoffpreise konstant.

„Leider werden diese Kostenvorteile der Erneuerbaren Energien selten kommuniziert und noch seltener von den Stromversorgern an die Endkunden weitergegeben“, kommentiert Vohrer. „An der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und den sinkenden Börsenstrompreisen lässt sich eindeutig ablesen: Nur die Erneuerbaren Energien können gewährleisten, dass die Stromversorgung auch in Zukunft sicher, wirtschaftlich und umweltfreundlich bleibt.“

Weitere Informationen zum Thema gibt es in der neu bearbeiteten Broschüre „Renews Spezial: Kosten und Preise für Strom. Fossile, Atomstrom und Erneuerbare Energien im Vergleich“. Download und Bestellen unter: www.unendlich-viel-energie.de

Und zum Weiterlesen: Der Merit-Order-Effekt – wie die Industrie profitiert

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Ein Gedanke zu “von wegen teurer atomausstieg: erneuerbare sind wirtschaftlicher gewinn!

  1. Thomas Engelmann

    Ihre Betrachtung ist etwas einseitig. Der Merit-Order-Effekt wird über die EEG-Umlage durch den Endverbraucher finanziert. Der Merit-Order-Effekt kommt dem Endverbraucher aber nicht zugute. Er führ zu weiter steigender Umlage, da diese die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Börsenpreis ausgleichen muss.
    Sie vergessen in Ihrer Betrachtung die Kosten für Maßnahmen der Netzstabilisierung (Redispatch), welche allein in der Tennet Regelzohne monatlich zweistellige Millionenbeträge ausmachen. Auch dies wird durch die EEG-Umlage vom Endverbraucher bezahlt.

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