gärtnern für die seele

Fitness-Point, Entspannungs- und Wellness-Oase, Obst- und Gemüse-Quelle, Spielplatz, Outdoor-Wohnzimmer oder einfach Lehrmeister und Seelentröster: ein Garten ist ganz schön vielseitig nutzbar. Zugegeben: all zu viel gibts im Garten jetzt nicht mehr zu tun, aber selbst ein „schlafender“ Garten hat seinen Reiz – und schließlich sind da ja noch zahlreiche Vögel die Futter wollen und auf immergrünen Zweigen ihre Vogelkonferenzen abhalten.

seelengaertnernWer die Wintermonate nutzen mag, um schon mal ein Konzept für die nächste Pflanzzeit auszuhecken und vor allem, den eigenen Garten zum Platz fürs Wohlfühlen machen und bewusst erleben möchte, findet in Sybille Maags Buch „Gärtnern für die Seele“ jede Menge Tipps. Zwar steht nicht jedem Leser ein so großes gärtnerisches Kreativgelände zur Verfügung wie der Autorin, doch weil sie zudem Designerin ist, hat sich Sybille Maag auch für Balkone und Terrassen einige raffinierte Gestaltungselemente ausgedacht. Vor allem Gärtner, die beim Stichtwort Garten hauptsächlich an viel Arbeit und Ertragsmaximierung denken, werden vom einen oder anderen Kapitel überrascht sein.

Zunächst empfiehlt sie allerdings, einen kleinen Test zu machen: wer zielorientiert, geradlinig, verantwortungsbewusst ist und am liebsten nach Zeitplan arbeitet, gehört nach Punkten zu den Realisierern. Design-Fans mögens gern geordnet und gewohnt, können gut delegieren und sie brauchen greifbare Ergebnisse ihrer Arbeit, während Entdecker gerne Neues ausprobieren, tüfteln und beobachten. „Realisierer“, „Designer“ und „Entdecker“ – das sind die drei Typen, für die Sybille Maag am Ende der meisten Kapitel jeweils spezielle Umsetzungs-Tipps zugeschnitten hat. Wer sich als Mischform sieht, liest einfach bei allen „Typen-Tipps“ ein bisschen rein…

Nach einem sinnlichen „Plädoyer“ fürs Gärtnern und mit dem Wissen um den eigenen Persönlichkeitstyp, gehts frisch ans Gestalten: hier empfiehlt Sybille Maag gemeinsam mit der Natur zu arbeiten – die Energie des Gartens und die Bedürfnisse der Pflanzen wahrzunehmen und sich dann einen passenden Lieblingsort für Kreativität oder Ruhe, zum Essen, Reden und Feiern einzurichten.

Welche Pflanzen passen dazu und welche Farben unterstützen die gewollte Wirkung? Realisierer bevorzugen ihre Sitzoase wahrscheinlich in warmen Tönen, Entdecker freuen sich vermutlich über ein Holzdeck, auf dem sie barfuß die Sonne genießen können und Designer werden wohl vor allem mit Farben spielen wollen. Sybille Maag stellt auf jeden Fall ein paar ausgewählte Begleit- und Schutzpflanzen für einen stärkenden Sitzplatz vor.

Wer einen großen Garten hat, wird in anderen Teilen einen Obst-, Gemüse- und Kräutergarten anlegen wollen oder üppige Blumenhecken pflanzen – immer spiegelt der Garten die eigene Kreativität. Hier kommmt auch das versprochene Kapitel für Balkon- und Terrassenbesitzer ins Spiel: neben passenden Pflanzen und der Outdoor-Küche stellt Sybille Maag ihren eigens entworfenen „KUBI“ vor – ein mobiles und individuell nutzbares Pflanz-Element, das vertikales Gärtnern und damit große Vielfalt auf kleinstem Raum ermöglicht. Ganz nebenbei ist der KUBI schneckensicher und hat einen intgrierten Kompostschacht, in dem ständig neue, nährstoffreiche Erde entsteht.

Im letzten Kapitel gibts einige Anregungen, wie sich der Garten mit „Leidenschaft und Ruhe“ bearbeiten und nutzen lässt – wie wärs mit einem Baumhaus oder einem Schlafplatz im Grünen? Ein bisschen Garten-Workout mit Schubkarre, Rasenmäher und Gießkanne ist übrigens auch dabei!

Schon beim Lesen wird es einem leicht ums Herz – stilvoll-kreative Fotos unterstützen den Effekt, der sich dann im „echten“ Garten hoffentlich vervielfacht!

Sybille Maag „Gärtnern für die Seele. Der Garten, der mir gut tut“, 128 Seiten mit 180 Farbfotos, Hardcover, 24 Euro 99, Kosmos Verlag

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