mit hu-hugo durch den schwarzwald

Der Wetterbericht verspricht noch ein paar wärmere Novembertage – wie wärs mit einem Ausflug in den Nationalpark Schwarzwald?

Als die Pläne für den Naturpark vor einigen Jahren auf den Tisch kamen, gab es – ähnlich wie bei Stuttgart21 – heftige Gegenwehr. Protest-Plakate säumten die Landstraßen und am Stammtisch fürchteten Anwohner, den Wald vor der Haustür nicht mehr betreten zu dürfen.

hugoAm 1. Januar 2014 wurde das Gebiet von Baiersbronn bis Bühlertal und Schliffkopf trotzdem offiziell zum Nationalpark erklärt und tatsächlich sind die Kerngebiete allein der Natur gewidmet. So will man wertvolle Erkenntnisse darüber gewinnen, wie sich Tier und Pflanzen ohne Eingriffe durch den Menschen entwickeln.

Wie sinnvoll die Einrichtung von Nationalparks de facto ist – in manchen Gegenden sorgen sie erst recht für mehr Tourismus, Verkehr und Störungen der natürlichen Abläufe – wird sich wohl erst in einigen Jahren zeigen. Stephan Voegeli machte für den Moment das Beste daraus: er veröffentlichte ein Nationalpark-Buch für Kinder.

Sperlingskauz Hu-Hugo lädt mit Bollerhut und Trachtenhose zu einer Entdeckungsreise durch den neuen Nationalpark, erklärt, Sinn und Zweck des Parks, wie wichtig, faszinierend und ausgeklügelt ein funktionierendes Ökosystem ist und was gerade den Schwarzwälder Nationalpark besonders macht. Typisch für diesen Park sind beispielsweise die Grinden, also kahle „Berg-Glatzen“, die zum einen als Weide für Kühe und andere Tiere dienen und zum anderen tolle Aussichtspunkte sind.

Auch Karseen wie der Huzenbacher See sind charakteristisch für die Gegend und werden „die blauen Augen des Schwarzwaldes“ genannt. Mit dem Murgtal, dem Schliffkopf, dem Mehliskopf, dem Hohen Ochsenkopf und einigen anderen mehr als 1000 Meter hohen Erhebungen besitzt der südwestdeutsche Nationalpark auch einen besonderen topografischen Reiz.

Das Wichtigste sind natürlich die Tiere und Pflanzen die hier leben: Libellen, Molche, Kröten, Eichhörnchen, Bienen, zahlreiche Vogelarten und Siebenschläfer bevölkern die Fichten- und Tannenwälder, Auerhahn, Fuchs und Marder lieben zudem die Heidegebiete der teilweise moorigen Grinden, wo sie viele Beeren finden.

Hu-Hugo kennt alle Tiere des Waldes und stellt auch seine „Familie“ vor. Spechte, Waldameisen, Häher, Eichhörnchen, Singvögel, Kreuzotter, Marder, Salamander & Co. bekommen ebenfalls ein kleines Portrait, auch Farne, Moose, Pilze, Flechten und Bärlappe sind Hu-Hugo einige Extraseiten wert. Klar, dass Rotfuchs, Wildkatze, Rehe und Hirsche im Nationalpark Schwarzwald nicht fehlen dürfen – sie tauchen im Anhang mit vielen anderen Tieren auf. Sogar die Alpine Gebirgsschrecke ist dabei.

Stephan Voegeli gestaltete den Band mit üppigen, kindgerechten und doch naturgetreuen Illustrationen – ein schönes Buch, das auch großen Entdeckern Spaß macht!

Stephan Voegeli „Nationalpark Schwarzwald. Eine Entdeckungsreise für Kinder“, 48 Seiten, Hardcover, 14 Euro 99, Silberburg-Verlag

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